Hafen kennt noch keine Pläne

Möglicherweise doch LNG-Terminal vor Rostock

Vor Rosotock könmnte es bald doch ein LNG-Terminal geben.

Vor Rosotock könmnte es bald doch ein LNG-Terminal geben.

Rostock. Vor Rostock könnte es doch ein privat betriebenes LNG-Terminal geben. Nach einer entsprechenden Ankündigung von Bundeswirtschaftsminister Robert Habeck (Grüne) sagte ein Sprecher des Schweriner Wirtschaftsministeriums am Freitag: „Dass LNG auch in Rostock mittelfristig möglich ist, haben wir auch immer gesagt.“ Im Rostocker Hafen weiß man allerdings noch nichts. „Uns liegen keine Informationen über weitere LNG-Projekte vor“, sagte ein Hafensprecher auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur.

Weiterlesen nach der Anzeige
Weiterlesen nach der Anzeige

Habeck hatte am Donnerstag gesagt, vor Rostock sei ein privates LNG-Projekt geplant. Dies sei „aber noch nicht so, dass ich es als fertig einloche“. Es gebe aber eine gute Perspektive, darüber zum kommenden Winter ebenfalls Flüssiggas nach Deutschland zu importieren.

„Notwendig, die Kapazitäten so schnell wie möglich zu erhöhen.“

Die Grünen-Bundestagsabgeordnete aus MV, Claudia Müller, begrüßte die Entwicklung. „Ich begrüße ausdrücklich, dass noch einmal intensiv geprüft wird, ob vor Rostock ein LNG-Terminal eingerichtet werden kann.“ Dabei gehe es vor allem darum, ob ausreichend Sicherheitsabstände zu anderen Hafenbereichen gewährleistet werden könne. „In der derzeitigen globalen Weltlage ist es für die deutsche Energiesicherheit dringend notwendig, die Kapazitäten für den Antransport von LNG so schnell wie möglich zu erhöhen.“

Weiterlesen nach der Anzeige
Weiterlesen nach der Anzeige

Der Ministeriumssprecher in Schwerin betonte, es gehe jetzt darum, die Vorhaben in Lubmin - eine private Anlandung und ein vom Bund gemietetes LNG-Terminal - mit Hochdruck weiter voranzubringen. „Um die Zukunft der Energieversorgung zu sichern, setzen wir auf Wasserstoff. Hier erwarten wir die Unterstützung des Bundes beim Energiehafen Rostock.“

Lesen Sie auch

Verzicht auf russisches Pipeline-Gas

Infolge des Kriegs in der Ukraine will die Bundesregierung Deutschland unabhängiger von russischen Energielieferungen machen und setzt unter anderem auf LNG-Importe. Außerdem hat sie sich verpflichtet, vom kommenden Jahr an auf Öl aus Russland aus der Druschba-Pipeline zu verzichten. Die besonders für die ostdeutsche Treibstoffversorgung wichtige PCK-Raffinerie in Schwedt (Brandenburg) war bislang stark abhängig von russischem Pipeline-Öl. Hier soll Rostock einspringen. Deshalb, hieß es bisher, sei der Rostocker Hafen vorerst raus als möglicher Standort zur gleichzeitigen Anlandung von LNG. Es gab Sicherheitsbedenken.

In Lubmin sollen nach Vorstellungen des Unternehmens Deutsche Regas ab Dezember diesen Jahres bis zu 4,5 Milliarden Kubikmeter Erdgas jährlich in das deutsche Fernleitungsnetz eingespeist werden. Dazu soll ein schwimmendes LNG-Terminal vor Lubmin festmachen. Dieses soll vom französischen Energiekonzern Totalenergies kommen. Das LNG-Terminal des Bundes in Lubmin soll Ende 2023 einsatzbereit sein.

Weiterlesen nach der Anzeige
Weiterlesen nach der Anzeige

Von RND/dpa

Mehr aus Mecklenburg-Vorpommern

 
 
 
 
 
Anzeige
Anzeige
Empfohlener redaktioneller Inhalt

An dieser Stelle finden Sie einen externen Inhalt von Outbrain UK Ltd, der den Artikel ergänzt. Sie können ihn sich mit einem Klick anzeigen lassen.

 

Ich bin damit einverstanden, dass mir externe Inhalte angezeigt werden. Damit können personenbezogene Daten an Drittplattformen übermittelt werden. Mehr dazu in unseren Datenschutzhinweisen.

Letzte Meldungen