Gesundheit

Barmer-Studie: Deutlich mehr Süchtige in MV als im Bundesdurchschnitt

Der Anteil an Alkohol- und Drogenabhängigen pro 1000 Einwohner ist laut Barmer-Krankenkasse nirgendwo in Deutschland so hoch wie in MV.

Der Anteil an Alkohol- und Drogenabhängigen pro 1000 Einwohner ist laut Barmer-Krankenkasse nirgendwo in Deutschland so hoch wie in MV.

Schwerin. Mecklenburg-Vorpommern ist der Krankenkasse Barmer zufolge das Flächenland mit dem höchsten Anteil Drogen- und Alkoholabhängiger an der Gesamtbevölkerung. Mit 25 Betroffenen je 1000 Einwohnerinnen und Einwohnern liege die Rate 38 Prozent über dem Bundesschnitt, teilte die Barmer am Montag mit.

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Innerhalb des Bundeslandes sei Schwerin mit einem Wert von 36 am stärksten betroffen. Die Landeshauptstadt sei die am zweitstärksten belastete Region in Deutschland nach der Stadt Straubing in Bayern.

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MV auch bei Fettleibigkeit und Diabetes weit vorne

Aus dem Bericht der Barmer geht außerdem hervor, dass MV auch bei Fettleibigkeit das Ranking der Bundesländer anführt. Hier findet man 46 Betroffene je 1000 Einwohner. Der bundesdeutsche Durchschnitt ist 25 Betroffene je 1000 Personen. Am stärksten belastet ist der Landkreis Rostock mit 53.

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Noch viel mehr Menschen leiden in Mecklenburg-Vorpommern an Diabetes: Dem Atlas zufolge sind 107 von 1000 Frauen und Männern im Nordosten betroffen. Besonders stark verbreitet ist die Volkskrankheit demnach im Landkreis Ludwigslust-Parchim mit einem Wert von 120, am wenigsten in der Hansestadt Rostock mit 89. Als herzkrank gelten in MV 317 je 1000 Einwohner – im hierbei führenden Landkreis Ludwigslust-Parchim sogar 350.

Krankheitslast in MV zehn Prozent größer als im Durchschnitt

Die Krankheitslast, auch Morbidität genannt, insgesamt ist den Angaben zufolge in Mecklenburg-Vorpommern zehn Prozent größer als im Bundesdurchschnitt. Noch stärker belastet sind demnach Sachsen-Anhalt, Thüringen und Sachsen. Innerhalb MVs ist laut Barmer die Bevölkerung im Landkreis Vorpommern-Rügen am gesündesten. Am stärksten belastet sei Schwerin - dort liege die Krankheitslast mehr als 30 Prozent über dem Bundesschnitt.

Für ihren Morbiditäts- und Sozialatlas hat die Barmer Daten stationärer und ambulanter Behandlungen ihrer Versicherten aus den Jahren 2018 bis 2020 ausgewertet. Die Daten sollen fortlaufend aktualisiert werden. Die Studie sei repräsentativ, sagte Barmer-Landesgeschäftsführer Henning Kutzbach. In MV hat die Barmer den Angaben zufolge 270 000 Versicherte, bundesweit 8,6 Millionen.

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