Verkehr

Engpässe drohen: Nahverkehrsbetriebe in MV bereiten sich auf 9-Euro-Ticket vor

Die Rostocker Straßenbahnen dürfen ab Juni ebenfalls mit dem Neun-Euro-Ticket genutzt werden.

Die Rostocker Straßenbahnen dürfen ab Juni ebenfalls mit dem Neun-Euro-Ticket genutzt werden.

Hagenow. Kurz vor der Entscheidung über das 9-Euro-Ticket auf der Bundesratssitzung am Freitag zeigen sich die Nahverkehrsbetriebe in Mecklenburg-Vorpommern vorbereitet auf die geplante Sonderaktion – aber auch etwas besorgt über ein möglicherweise hohes zusätzliches Passagieraufkommen. „Wir werden das 9-Euro-Ticket ab dem 23. Mai verkaufen, einmal in den Bussen als Papierfahrschein oder als Handyticket“, sagte der Geschäftsführer der Verkehrsgesellschaft Ludwigslust-Parchim, Stefan Lösel.

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Wenn das günstige Monatsticket in der Region zu stark genutzt werde, drohe eine Überfüllung des normalen Linienverkehrs. Sollte das flexible Angebot der Rufbusse zu sehr nachgefragt werden, könne dieses in Spitzenzeiten sogar an die Kapazitätsgrenzen stoßen, sagte Lösel weiter: „Wir werfen alles ins Feuer, was wir haben. Aber wenn das nicht reichen sollte, können wir das auch nicht ändern.“

Vorbehaltlich der Entscheidung des Bundesrats sei alles vorbereitet, damit Kundinnen und Kunden am kommenden Montag das 9-Euro-Ticket in Rostock kaufen können, sagte Jan Bleis vom Vorstand der Rostocker Straßenbahn AG: „Wir gehen nicht davon aus, dass wir in Rostock dann jeden Tag völlig überfüllte Straßenbahnen und Busse haben werden. Das wird sich sicherlich auf bestimmte Zeiten und Regionen wie beispielsweise Warnemünde beschränken.“

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In Rügen drohen Kapazitätsengpässe

Auch die meisten anderen Nahverkehrsbetriebe im Nordosten wollen das 9-Euro-Ticket ab dem 23. Mai verkaufen, wie es auf den jeweiligen Internetseiten der Unternehmen heißt. Die Nahbus Nordwestmecklenburg plant dagegen, mit der Ausgabe der besonderen Monatskarten am 24. Mai zu beginnen. Die Verkehrsgesellschaft Vorpommern-Rügen weist auf der entsprechenden Informationsseite vorsorglich darauf hin, dass es durch die Sonderaktion in der Hochsaison zu Kapazitätsengpässen kommen kann.

Von dpa/RND

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