Sind Sie bereits Abonnent? Hier anmelden

 

Sind Sie bereits Abonnent? Hier anmelden

Umstrittenes Urteil

OZ-Leser zum Rauchen am Arbeitsplatz: „Drogen haben auf Arbeit nichts zu suchen“

Eine Hand hält eine brennende Zigarette. Ist es fair, dass Raucher während der Arbeit mehrmals Raucherpausen einlegen?

Eine Hand hält eine brennende Zigarette. Ist es fair, dass Raucher während der Arbeit mehrmals Raucherpausen einlegen?

Rostock. Die Grauzone Raucherpause am Arbeitsplatz führt seit vielen Jahren zu Diskussionen. Während Raucher mehrmals am Tag für ein paar Minuten zum Rauchen vor die Tür gehen, bleibt den Nichtrauchern nichts anderes übrig, als weiter zu arbeiten. Nicht wenige sind der Ansicht, dass dadurch in einem Unternehmen schnell Ungerechtigkeiten entstehen können. Der Frage also, der sich Leser hier stellen: Sind Raucherpausen unfair?

Weiterlesen nach der Anzeige
Weiterlesen nach der Anzeige

Ingolf Spangenberg berichtet aus der Innenansicht: "Also ich war mal Raucher und bin es nicht mehr, aber weniger gearbeitet habe ich dadurch auch nicht, da man nur in der Pause rauchen konnte."

Auch Katja Schramme sagt: "Ich teile mir meine Pause auf meine Zigaretten auf, also zwei bis drei Zigaretten pro Arbeitstag. Meine Kollegen sind zufrieden, die stört es nicht – zumal ich per Klingel nach vorne gerufen werden kann, wenn es voll wird."

„Weniger arbeiten? Raucherpause dauert fünf Minuten“

Martin Baltrusch fragt entsetzt: "Weniger arbeiten? Eine Raucherpause dauert circa fünf Minuten. Das mal sechs sind 30 Minuten. Und dann die Nichtraucher, die ihre drei bis vier Kaffeepausen in anderen Büros machen. Da kommen die garantiert auf zwei Stunden. Täglich."

Weiterlesen nach der Anzeige
Weiterlesen nach der Anzeige

Liz Nm erwidert direkt: "Das ist die Argumentation, die Raucher immer haben. Solche Abstimmungen gab es schon vor Jahren. Firmeninhaber sind dazu übergegangen, dass Raucherpausen zeitlich erfasst werden. Sie dürfen die Stunden nacharbeiten. Es wird ihnen also kein Gehalt abgezogen. Wenn der Raucherplatz weit entfernt ist, dauert es länger als fünf Minuten pro Zigarette. Kettenraucher bringen es so auf eine ordentliche Anzahl Stunden im Monat."

Barbara Schwemm fügt hinzu: "Bei uns argumentieren die Raucher, dass die Nichtraucher dann ja auf Toilette gehen. Gut, dass die Raucher kein Toilettengang brauchen."

Petra Böttcher sagt, wie es bei ihr im Betrieb gehandhabt wird: "Bei uns gibt es außer der halben Stunde auch zwei kleine Raucherpausen pro Schicht. Die Nichtraucher dürfen natürlich auch zwei kleine Pausen machen."

OZ-Umfrage: Sind Sie für ein komplettes Rauchverbot am Arbeitsplatz?

Mathias Ias stellt immer wieder fest, den einen Raucher gibt es nicht: "Insgesamt machen die Raucher schon mehr Pausen während der Arbeitszeit als Nichtraucher. So habe ich das in verschiedenen Berufen und Unternehmen mit ansehen können. Es gibt auf beiden Seiten immer wieder welche, die aus der Masse hervorstechen und überdurchschnittlich viele Pausen machen. Auch gibt es ja bei den Rauchern unterschiedliche Leute. Die, die gar keine Raucherpause machen, nur zwei oder eben auch welche mit zehn oder mehr Pausen."

Weiterlesen nach der Anzeige
Weiterlesen nach der Anzeige

„Es wird ermahnt, die verlorene Arbeitszeit aufzuholen“

Bianca Homielina weiß zu erzählen: "Bei uns im Büro wird länger Kaffee getrunken als geraucht. Unsere Raucher führen dabei auch noch Termingespräche am Handy. Oder Kreativgespräche mit einem Kollegen. Bei uns ist das Thema durch und wird geduldet. Natürlich wird ermahnt, die gegebenenfalls verlorene Arbeitszeit aufzuholen. Das ist eine Vertrauensgeschichte."

Caroline Sock zeigt sich überzeugt: "Drogen haben meines Erachtens auf Arbeit nichts zu suchen."

Felix Schmidt daraufhin: "Laut Definition der Weltgesundheitsorganisation WHO ist Kaffee auch eine Droge."

Andre Schlösser schließlich meint: "Neidgequatsche. Ich als Nichtraucher habe auch immer meine Gelegenheiten für die kleinen Pausen zwischendurch gefunden."

Von Juliane Lange

Mehr aus Mecklenburg-Vorpommern

 
 
 
 
 
Anzeige
Empfohlener redaktioneller Inhalt

An dieser Stelle finden Sie einen externen Inhalt von Outbrain UK Ltd, der den Artikel ergänzt. Sie können ihn sich mit einem Klick anzeigen lassen.

 

Ich bin damit einverstanden, dass mir externe Inhalte angezeigt werden. Damit können personenbezogene Daten an Drittplattformen übermittelt werden. Mehr dazu in unseren Datenschutzhinweisen.