Nordkirche

Segnung homosexueller Paare heißt jetzt Trauung

Die Nordkirche macht ab sofort keinen Unterschied mehr zwischen Trauung und Segnung bei gleichgeschlechtlichen Paaren.

Die Nordkirche macht ab sofort keinen Unterschied mehr zwischen Trauung und Segnung bei gleichgeschlechtlichen Paaren.

Lübeck. Die Nordkirche macht künftig keinen Unterschied mehr zwischen Segnung und Trauung. Gleichgeschlechtliche Paare werden demnach auch getraut, beschloss die Synode der Evangelisch-lutherischen Kirche in Norddeutschland am Freitagabend.

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Die Segnung von schwulen und lesbischen Paaren ist in der Nordkirche bereits seit 2016 möglich. In der Praxis hätten Pastoren und Gemeindemitglieder ohnehin nicht zwischen Segnung und Trauung unterschieden, sagte der Vorsitzende des Vorbereitungsausschusses, Sieghard Wilm. Insofern seien unterschiedliche Begriffe inkonsequent.

Pastoren können Trauung nicht mehr ablehnen

Der NDR zitierte Wilm mit den Worten: „Der Begriff Segnung wurde immer häufiger als minderwertiger empfunden als eine Trauung.“ Mit dem Wort Trauung werde eine „Gleichberechtigung und die Aufhebung der Diskriminierung“ erreicht. Mit deutlicher Mehrheit gestrichen wurde außerdem laut NDR ein Abschnitt, der es Pastoren ermöglichen sollte, eine Trauung gleichgeschlechtlicher Paare aus Gewissensgründen abzulehnen.

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Fokus auch auf die junge Generation

Die 156 Kirchenparlamentarier hatten sich am Freitag intensiv mit der Frage beschäftigt, wie die Kirche Menschen in verschiedenen Familien- und Lebensformen unterstützen kann. Am Samstag wählten die Synodalen die Mitglieder eines Ausschusses „Junge Menschen im Blick“. Er soll dafür sorgen, junge Menschen bei Kirchengesetzen, Verordnungen und anderen Entscheidungen, die sie betreffen, stärker als bisher einzubeziehen.

Mit einer Klima-Andacht hatten die Mitglieder der Nordkirchensynode am Freitag bei ihrer Tagung in Lübeck-Travemünde ihre Unterstützung für die Bewegung Fridays for Future bekundet. Um 11.55 Uhr hatten die 156 Synodalen ihre Diskussion in den Arbeitsgruppen unterbrochen und fünf Minuten lang innegehalten, wie ein Kirchensprecher sagte. Am Sonnabend ging die dreitägige Synode zu Ende.

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Von RND/dpa

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