Wismar/<wbr>Neuburg

So gut schmeckt Brot aus Nordwestmecklenburg

Für drei Jahre „sehr gut“ in Folge erhält das jeweilige Brot die Gold-Auszeichnung von Deutschen Brotinstitut. Bäckerobermeister Klaus Tilsen aus Wismar hat es mit seinem Sechskornbrot schon 2016 geschafft.

Für drei Jahre „sehr gut“ in Folge erhält das jeweilige Brot die Gold-Auszeichnung von Deutschen Brotinstitut. Bäckerobermeister Klaus Tilsen aus Wismar hat es mit seinem Sechskornbrot schon 2016 geschafft.

Wismar/Neuburg. Wie das duftet, wie das schmeckt! Brot mundet am besten frisch gebacken. Ob es aber auch den Qualitätskriterien des Deutschen Brotinstitutes genügt, konnten Bäcker aus Nordwestmecklenburg nun in einer jährlichen Prüfung bestimmen lassen. Drei Bäcker aus dem Kreis haben mitgemacht, darunter die Bäckerei Tilsen aus Wismar und die Bäckereien Woest aus Neuburg und Klug aus Gadebusch. Bewertet wurden insgesamt 24 Brotsorten und sechs Brötchensorten. Und die haben bestanden – alle wurden mit „gut“ oder „sehr gut“ bewertet.

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Brotprüfung als Selbsttest

„Für die Bäcker ist die Brotprüfung auch ein Selbsttest“, sagt Antje Lange. Die Geschäftsführerin der Kreishandwerkerschaft Nordwestmecklenburg weiß: „Hier können sich die Bäckermeister mal ausprobieren, neue Kreationen vorstellen und diese von Profis testen lassen.“ Bewertet werde unter anderem nach Kriterien wie Aussehen, Krusteneigenschaften, Krumenbild, Geruch und Geschmack.

Genutzt hat das auch Klaus Tilsen – inzwischen Wismars einziger Bäckermeister, der noch selbst backt. „Mit der Zeit kann man auch mal betriebsblind werden. Diese Prüfung ist eine Hilfe für uns und auch für den Verbraucher“, sagt der 59-Jährige. Eingereicht hatte er sein Feinbrot, Mecklenburger, Schrotbrot und verschiedene Semmeln. Tilsen hat inzwischen auch mehrere Goldmedaillen für seine Backwaren bekommen.

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Laut Deutschem Brotinstitut gibt es die, wenn ein Kandidat drei Jahre in Folge ein „sehr gut“ für eines seiner Produkte bekommen hat. Tilsen hat die Auszeichnung für sein Sechskornbrot bekommen.

Kleine Bäckereien können mehr

Alle drei Teilnehmer der diesjährigen Brotprüfung haben zwischen fünf und 15 Sorten eingereicht. Dass die alle so gut bewertet wurden, ist für Bäckerobermeister Klaus Tilsen keine Überraschung: „Die kleinen Bäckereien können sich in den Sorten mehr ausprobieren als die Großbäcker. Jeder hat seinen eigenen Sauerteig. Es kostet zwar auch etwas mehr bei uns, aber es ist wenigstens noch handgemacht.“

Die Kunden der Stammbäckerei von Klaus Tilsen in der Wismarer Claus-Jesup-Straße wissen es jedenfalls zu schätzen. „Einen Obstboden, einen Zuckerkuchen und ein Mecklenburger“, bestellt eine Kundin, ohne lange zu überlegen. Sie wisse schon vorher, was sie will. „Das geht vielen unserer Kunden so“, sagt Klaus Tilsen. Was er in der Auslage habe, wissen sie genau. Damit die immer gut befüllt ist, fängt er spätestens um Mitternacht an, für den nächsten Tag zu backen.

Neuburger setzen auf Tradition

Auch die Bäckerei von Thea Woest in Neuburg hat bei der Brotprüfung der Innung in Wismar teilgenommen. Sie sagt: „Wenn es gut läuft, ist das für uns auch eine Bestätigung.“ Aber: Man werde als Bäcker auch auf Fehler hingewiesen. „Dann können wir die beheben“, sagt Thea Woest. Auch deshalb mache sie bei der Prüfung mit. Lieber Vollkorn statt Weizen

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Ihre Kunden setzen vor allem auf traditionelle Backwaren. „Die mögen das ganz normale Vollkornbrot“, weiß die Meisterin. Bei den süßen Waren gehe vor allem der Hefekuchen gut weg. Eingereicht zum Testen hatte Thea Woest außerdem Weizenbrot und das Neuburger Spezial, ein malzhaltiges Brot mit Roggenanteil. Einen Trend hat die Neuburgerin in den vergangen Jahren erkannt: „Die Leute wollen lieber Vollkornbrötchen als Weizen zum Frühstück.“

Michaela Krohn

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