Stiftung Warentest: Gute Fernsehgeräte müssen nicht teuer sein

Gute Fernsehgeräte sind bereits für wenig Geld zu haben – wenn man auf Funktionen verzichten kann.

Gute Fernsehgeräte sind bereits für wenig Geld zu haben – wenn man auf Funktionen verzichten kann.

Hannover. Fernsehgeräte werden immer größer – aber auch günstiger. Laut Stiftung Warentest muss ein guter Fernseher kein Vermögen mehr kosten. Vor allem Verbraucher, die ganz genau wissen, was sie wollen oder nicht wollen, könnten sparen.

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In der Januarausgabe von „test“ kürt Stiftung Warentest nun die besten Fernseher in den Kategorien „102 bis 109 Zentimeter“ sowie „124 bis 127 Zentimeter“. Dafür wurden insgesamt 31 Geräte getestet – mit überwiegend überzeugenden Ergebnissen. 29 davon wurden mit „gut“ bewertet, nur zwei erhielten ein „befriedigend“. Für die Bewertung der Fernseher haben die Tester unter anderem das Bild, den Ton sowie die Handhabung verglichen. Alle Geräte verfügten über eine Bildschirmauflösung von 3840 x 2160 Pixel (UHD).

Preis-Leistungs-Verhältnis: Samsung überzeugt

Wer einen ordentlichen Fernseher sucht, muss sich nicht mehr jenseits der 1000 Euro bewegen. Selbst für weniger als 500 Euro gibt es den Testern nach gute Geräte – wenn man auf einige Funktionen verzichten kann. So überzeugt beispielsweise das Einstiegsmodell von Samsung, der „UE43RU7179“ für 395 Euro, mit gutem Bild, bietet aber nicht die Möglichkeit, Sendungen auf einer USB-Festplatte aufzunehmen.

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Das günstige Samsung-Modell landet mit einem Testurteil von „gut" (2,2) auf dem zweiten Platz (gemeinsam mit einem Panasonic-Modell) unter den 14 mittelgroßen getesteten Fernsehern. Neben dem hervorragenden Bild besticht der „UE43RU7179“ mit raffinierter Handhabung, so lässt er sich leicht installieren und bietet ein übersichtliches Bildschirmmenü.

Abstriche hingegen müssen Verbraucher beim Ton machen – der ist etwas suboptimal, da das Gerät über keinen Kopfhöreranschluss verfügt. Wer externe Audiogeräte verbinden will, ist auf Bluetooth oder den digitalen optischen Ausgang angewiesen.

LG-Modell schneidet am besten ab

Testsieger bei den mittelgroßen Geräten ist der „43UM76007LB“ für 580 Euro von LG (der erste Platz wird mit einem Modell von Samsung geteilt). Der Fernseher schneidet in allen Kategorien mit „gut“ oder „sehr gut“ ab. Vor allem bei der Vielseitigkeit begeistert der LG die Tester – ein „sehr gut“ erhält das Modell ebenfalls für den täglichen Gebrauch, das Bildschirmmenü, die Bedienung sowie seine USB-Funktionen.

Ob Fernsehen via Antenne, Satellit oder Kabel – der „43UM76007LB“ meistert alles „gut“. Auch bei schnellen Bewegungen überzeugt das Bild des südkoreanischen Fernsehers die Tester. Wer ein Manko bei dem Modell sucht, muss ganz genau hinschauen: Wie der günstige Samsung „UE43RU7179“ verfügt auch der LG über keinen Kopfhöreranschluss – wer keinen benötigt, kann darüber wohl hinwegsehen.

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Befriedigend: Sony muss nachlegen

Wirklich enttäuscht hat im Test kein Gerät. Dennoch gibt es einen letzten Platz, den der „KD-43XG7096“ von Sony (525 Euro) mit einer Gesamtnote von 2,6 einnimmt. Das liegt vor allem daran, dass er in den Kategorien Ton und Handhabung nicht gänzlich überzeugen konnte. Hier werden vor allem die Gebrauchsanleitung und die Hilfen bemängelt – auch die Bedienung und das Bildschirmmenü überzeugen die Tester wenig.

Wem das alles nicht so wichtig ist, weil es bei einem Fernseher schließlich auf das Bild ankommen sollte, könnte den „KD-43XG7096“ deshalb trotzdem in Betracht ziehen. Insgesamt bekommt das Sony-Modell für sein Bild ein Urteil von „gut“ (2,3), gerade bei schnellen Bewegungen kann das Gerät Pluspunkte sammeln. Weniger gut ist das Bild in heller Umgebung, und auch der Betrachtungswinkel erhält nur ein „befriedigend“.

Große Modelle: LG und Samsung vorne

Wer in der „102 bis 109 Zentimeter“-Kategorie nicht fündig wird, kann aus der „124 bis 127 Zentimeter“-Kategorie wählen. Hier teilen sich gleich sechs Geräte den ersten Platz (1,9) – dreimal LG, dreimal Samsung – in einer Preisspanne von 510 bis 960 Euro. Das beste Bild liefert der zweitgünstigste TV (585 Euro), der „49SM82007LA“ vom südkoreanischen Hersteller LG.

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Zudem überzeugt das 124 Zentimeter-Modell mit guter Handhabung und „sehr guter“ Vielseitigkeit. Die Installation ist einfach, genügend Anschlüsse sind vorhanden, und das Bildschirmmenü ist übersichtlich aufgebaut – auch die logische Bedienung begeistert. Einzig der Betrachtungswinkel erhält ein „befriedigend“ und der anscheinend aus der Mode gekommene Kopfhöreranschluss fehlt auch bei diesem Modell – übrigens: Wählt man eins der beiden anderen LG-Siegermodelle, erhält man diesen Anschluss.

Philips: Viel Bildschirm für wenig Geld

Wer viel Zentimeter für wenig Geld erreichen möchte, wird beim niederländischen Hersteller Philips fündig. Philips bietet mit dem „50PUS6704“ das günstigste Modell im Testfeld an – 455 Euro für 127 Zentimeter Bildschirmdiagonale ist eine Ansage. Mit einem Gesamturteil von 2,4 landen die Niederländer jedoch auf den hinteren Plätzen, auch wenn die Abstände schwindend gering sind.

Das liegt vor allem an dem dünnen Ton sowie der teils umständlichen Handhabung. Gerade in punkto täglicher Gebrauch, Bildschirmmenü und Netzwerk wird der Philips schlechter bewertet als viele seiner Mitstreiter. „Sehr gut“ finden hingegen die Tester seine Vielseitigkeit, und auch das Bild wird mit 2,4 beurteilt – damit ist der „50PUS6704“ eine große, aber günstige Alternative zu teuren Topmodellen.

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Sony auch bei den Großen hinten

Auch bei den großen Geräten schnitt kein Produkt wirklich schlecht ab. Trotzdem gebührt der letzte Platz wieder dem japanischen Hersteller Sony. Sein „KD-49XG8305“ bietet für seine 795 Euro im Vergleich einfach zu wenig – Gesamturteil: 2,6. Dabei liegt es wie schon beim mittelgroßen Gerät nicht an der Qualität des Bildes, dieses wird mit gut bewertet und kann bei schnellen Bewegungen sogar Begeisterung hervorrufen.

Für seine Vielseitigkeit bekommt das Sony-Modell ebenfalls die Bestnote. Das Gesamturteil wird durch die Kategorien Ton und Handhabung stark beeinträchtigt. Hier versagen die Japaner bei der Gebrauchsanleitung sowie den Hilfen, zudem finden die Tester die Bedienung nicht gut. Aber eins muss man dem „KD-49XG8305“ lassen – er verfügt über einen Kopfhöreranschluss.

Alle Testurteile samt Bewertungserklärung der Geräte sind kostenpflichtig online auf test.de einsehbar.

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