Tagung an Uni Rostock

„Zentrale Rolle bei Energie der Zukunft“: Warum Häfen die Rettung aus der Krise sein sollen

Vertreter von Häfen und Universitäten diskutieren über die Energiewende und die Gaskrise durch den Krieg in der Ukraine.

Vertreter von Häfen und Universitäten diskutieren über die Energiewende und die Gaskrise durch den Krieg in der Ukraine.

Rostock. Was können Häfen zur Lösung der Energiekrise beitragen? Über diese hochaktuelle Frage diskutierten Forscher aus Europa am Freitag bei einem internationalen Symposium in der Aula der Universität Rostock.

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„Niemand weiß, was in den nächsten Monaten passiert“, fast Rostock-Port-Geschäftsführer Jens Scharner die extrem unübersichtliche Lage zusammen. Dennoch mussten jetzt schnell Dinge angeschoben werden, die über unsere Zukunft entscheiden – obwohl noch gar nicht klar sei, welche Technik am Ende die richtige sein wird.

„Häfen spielen eine zentrale Rolle bei der Energie der Zukunft“, sagte Raimund Neugebauer, Präsident der Fraunhofer-Gesellschaft in seinem Grußwort. Die Technik, um fossile Brennstoffe wie Öl, Gas und Kohle zu ersetzen, ist längst da, erklärte Matthias Beller vom Rostocker Leibniz-Institut für Katalyse. Nun gehe es darum, sie zu verbessern, Wirkungsgrade zu erhöhen und neue Verfahren zu erfinden.

Handlungsbedarf gebe es nicht erst seit der Ukrainekrise, so der Forscher. „Wir leben auf Kosten unserer Kinder“, sagte Beller. Die Menschen in Deutschland verbrauchen in nur drei Monaten so viele Ressourcen, die bei nachhaltiger Lebensweise für ein ganzes Jahr reichen würden, und wir tragen so dazu bei, den Planeten zu ruinieren.

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Mehr Marketing für Technik-Jobs nötig

Vertreter aus mehreren Nord- und Ostsee-Ländern nahmen teil, darunter die Rektoren der Universitäten aus La Rochelle in Frankreich und dem litauischen Klaipeda. Die Vorträge steuerten größtenteils Rostocker Forscher und Praktiker bei.

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Wilko Flügge vom Rostocker Fraunhofer-Institut für Großstrukturen in der Produktion stellte die geplante Wasserstoff-Forschungsfabrik des Landes mit Anwendungszentrum vor. Wie wird Wasserstoff gelagert, wie erzeugt und wie am besten transportiert? Das sind nur einige von sehr vielen offenen Fragen, die jetzt rasch beantwortet werden müssen.

Flügge treibt noch etwas anderes um: „Das Problem ist nicht die Technik, sondern dass es genug Menschen gibt, um sie anzuwenden“, sagte der Forscher. „Wir sollten viel Marketing betreiben, damit unsere Kinder diese Jobs machen.“

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