Giftmülldeponie Ihlenberg

Thema ernst nehmen

Kommentar von Frank Pubantz zur Deponie Ihlenberg

Kommentar von Frank Pubantz zur Deponie Ihlenberg

Selmsdorf. Klare Botschaft aus Schleswig-Holstein: Das Nachbarland möchte gern Gewissheit von der MV-Regierung, dass von der landeseigenen Giftmülldeponie Ihlenberg keine Gefahr ausgeht. So richtig traut es den Bekundungen aus Schwerin offenbar nicht. Der bewusste Grenzübertritt des grünen Umweltministers aus Kiel, Jan Philipp Albrecht, der selbst ein Flächenland zu betreuen hat, soll Sorge und Verstimmung ausdrücken. Diplomatisch verpackt stellt er fest: Auf dem Müllberg lauern Gefahren, vor allem wegen ungenügender Absicherung zu DDR-Zeiten. Sein Bitten um einen gemeinsamen Termin vor Ort fand allerdings bei MV-Ministern kein Gehör. Auch das ist ein Signal.

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Natürlich interessiert die Debatte um Grenz- oder Sollwertüberschreitungen auf dem Ihlenberg Menschen in der nahen Großstadt Lübeck mehr als etwa in Vorpommern. Dementsprechend ist dort die Diskussion hitzig. Während Verantwortliche in Schwerin spürbar bemüht sind, das Thema wieder runter zu fahren, geht in Lübeck die Angst vor Giften über das Grundwasser um. Aussitzen lässt sich das Thema Giftmülldeponie ganz sicher nicht. Ausgeräumt hat die Landesregierung bislang lediglich rechtliche Bedenken. Weitere Antworten stehen aus.

Frank Pubantz

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