Tötung aus „Ehrverletzung“ - Eine Strafe rechtskräftig, eine Revision

Eine Statue der Justitia hält eine Waage und ein Schwert in der Hand.

Eine Statue der Justitia hält eine Waage und ein Schwert in der Hand.

Neubrandenburg. Die Männer waren am Dienstag vor einer Woche vom Landgericht wegen Körperverletzung mit Todesfolge schuldig gesprochen worden.

Weiterlesen nach der Anzeige
Weiterlesen nach der Anzeige

Der 20-jährige Iraner und sein 17-jähriger Bekannter aus Afghanistan hatten nach Auffassung des Gerichtes einen 30-Jährigen aus Afghanistan Anfang Februar brutal misshandelt, ihm vor allem gegen den Kopf getreten. Das Opfer starb elf Tage später in einer Klinik an schweren Hirnverletzungen. Das Duo wurde nach Zeugenhinweisen in Tatortnähe gefasst. Motiv für die Gewalttat war nach Angaben der Verurteilten eine „Ehrverletzung“. Der Getötete soll Tage vorher eine Freundin des 20-Jährigen als „Schlampe“ oder „Hure“ bezeichnet haben.

Das habe der 20-Jährige rächen wollen. Gegen die Frau wird wegen Anstiftung in dem Zusammenhang noch ermittelt. Der Haupttäter hatte viereinhalb Jahre Haft erhalten, die er nun verbüßen muss, hieß es. Sein Bekannter hatte drei Jahre und neun Monate Freiheitsstrafe erhalten. Dessen Verteidigerin hatte unter anderem wegen des jugendlichen Alters des Mandanten eine Bewährungsstrafe verlangt. Darüber muss nun der Bundesgerichtshof in Karlsruhe entscheiden.

dpa

Mehr aus Mecklenburg-Vorpommern

 
 
 
 
 
Anzeige
Anzeige
Empfohlener redaktioneller Inhalt

An dieser Stelle finden Sie einen externen Inhalt von Outbrain UK Ltd, der den Artikel ergänzt. Sie können ihn sich mit einem Klick anzeigen lassen.

 

Ich bin damit einverstanden, dass mir externe Inhalte angezeigt werden. Damit können personenbezogene Daten an Drittplattformen übermittelt werden. Mehr dazu in unseren Datenschutzhinweisen.

Verwandte Themen

Letzte Meldungen