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Wasser wird knapp

Trockenheit in MV: Kleingärtner sind auf Trinkwasser angewiesen

Dieter Rex (80) hegt und pflegt in Rostock seinen Garten seit 40 Jahren. Die Trockenheit macht ihm wenig Sorgen.

Dieter Rex (80) hegt und pflegt in Rostock seinen Garten seit 40 Jahren. Die Trockenheit macht ihm wenig Sorgen.

Rostock/Grimmen. In MV wird das Wasser knapp – und die Folgen der Trockenheit spüren vor allem die Kleingärtner: „Einige Bohnensorten sind überhaupt nicht gewachsen – oder wenn, dann nur sehr langsam“, sagt Dieter Rex. Der 80-Jährige hat seit 40 Jahren einen Kleingarten in Rostock. Damit überhaupt was wächst, muss er wässern: „Ohne Trinkwasser aus der Leitung geht es nicht“, erklärt auch Susann May, Geschäftsführerin des Verbandes der Gartenfreunde in der Hansestadt. Ja, die Regentonnen sind zu „gut zwei Dritteln“ gefüllt, aber das werde wohl nur zwei, drei Tage reichen.

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In Niedersachsen haben die ersten Landkreise aber bereits in „Gießverbote“ verhängt. Rund um Bad Oeynhausen etwa sollen die Bürger ihre Beete nicht mehr mit Leitungswasser sprengen. Im Landkreis Osnabrück dürfen auch Landwirte kein Wasser mehr aus Gräben, Seen und Flüssen entnehmen. „Bei uns gibt es diese Problem auf absehbare Zeit nicht“, versichert hingegen Eckhard Bomball, Verbandsvorsteher des Zweckverbandes Grevesmühlen. „Ja, auch bei uns sind die Grundwasserstände gesunken. Aber wir holen unser Wasser aus tieferen Schichten.“ Da gäbe es keine Engpässe. Und außerdem: „Die Mengen, die bei uns in die Garten gehen, sind geradezu lächerlich.“

Viele wollen Gartenwasserzähler haben

Dass mehr und mehr Wasser für Blumen, Gemüse und Co. gebraucht wird – der Zweckverband Wasserversorgung und Abwasserbehandlung Rügen (kurz: Zwar) spürt das hingegen derzeit sehr deutlich. „Wir haben jede Menge Anträge von Bürgern vorliegen, die einen Gartenwasserzähler haben wollen“, sagt Zwar-Sprecher Reinhard Litty. Beim Gartenwasser zahlen die Kunden nur das Frischwasser, können sich aber die Abwassergebühren sparen. Einschränkungen drohen auf Deutschlands größter Insel aber noch nicht. Und auch aus Grimmen und von der Insel Usedom heißt es trotz der anhaltenden Trockenheit: „Noch ist alles im grünen Bereich“. Dirk Lange, Wasserwerksmeister beim Zweckverband Grimmen, bestätigt zwar auch, dass seine Brunnen weniger Wasser haben als in den Jahren zuvor. „Aber das ist noch immer total ausreichend.“ Nur wenn die Landwirte in Zukunft auch Grundwasser für ihre Felder bräuchten, könne es knapp werden: „Im Extremfall geht die Versorgung der Bevölkerung mit Trinkwasser immer vor – auch vor Gärten und Felder.“

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