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Mehrheit schaut zufrieden aufs eigene Konto

Viele Menschen zufrieden mit ihrer Finanzlage – MV im Mittelfeld

Viele Menschen sind zufrieden mit ihrer Finanzlage – in MV sind es rund 60 Prozent.

Viele Menschen sind zufrieden mit ihrer Finanzlage – in MV sind es rund 60 Prozent.

Berlin/Rostock.Die Menschen in Deutschland sind mit ihrer Finanzlage einer Umfrage zufolge so zufrieden wie seit Jahren nicht. Fast zwei Drittel der Befragten (63 Prozent) beurteilten ihre finanzielle Situation demnach als gut oder sehr gut – der höchste Stand seit 2005, teilte der Sparkassen- und Giroverband am Mittwoch mit. In MV sind es 60 Prozent, sagte Sprecher Stefan Marotzke gegenüber OZ. Der Verband hat für sein Vermögensbarometer rund 2700 Menschen im Frühsommer befragen lassen. Bundesweit rund acht Prozent beurteilten ihre eigene finanzielle Situation als eher schlecht oder schlecht (MV: neun Prozent). Die meisten Unzufriedenen leben in Berlin: 16 Prozent. Insgesamt liegt der Nordosten im unteren Mittelfeld. Am zufriedensten sind die Menschen in Hessen (72 Prozent), Rheinland-Pfalz (69) und Bayern (68), am wenigsten sind in Thüringen (56 Prozent), Berlin (53) und Brandenburg (50) zufrieden.

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„Die Wirtschaft in Deutschland boomt“, sagte Sparkassenpräsident Helmut Schleweis. Bundesweit sei der Arbeitsmarkt hervorragend ausgelastet, die Löhne stiegen. Das spürten auch die Menschen. Der Verband lässt die Zufriedenheit in dieser Form seit 2005 abfragen. Damals gaben 40 Prozent der Teilnehmer an, finanziell zufrieden zu sein.

Es sei auffällig, dass es auf der einen Seite eine große Unzufriedenheit und teils auch Zukunftsängste gebe, die finanzielle Zufriedenheit aber stark gestiegen sei, sagte Schleweis. Das habe er nicht erwartet. Dass es Deutschland insgesamt so gut gehe wie nie, zeigten aber viele Auswertungen.

Die Sparkassen legen ihre Befragung jedes Jahr vor dem Weltspartag vor. Kinder werden seit mehr als 90 Jahren Ende Oktober dazu aufgerufen, ihr Erspartes in die Filialen zu bringen. Nach Einschätzung des Verbandspräsidenten sparen die Deutschen noch immer viel, obwohl die Zinsen seit Langem im Keller sind. Laut Umfrage tun sie das nach eigenen Angaben vor allem, um fürs Alter vorzusorgen, Rücklagen für den Notfall zu bilden oder auch um Geld für eine Anschaffung zu sammeln. Etwa jeder Sechste gab laut Umfrage an, er spare nicht oder könne nicht sparen.

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An den niedrigen Zinsen wird sich nach Einschätzung von Schleweis so schnell nichts ändern.

Thomas Luczak/Julia Kilian

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