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An Grenze zu Polen

Vier tote Rehe und Hirsche an Schweinepest-Zaun in einem Jahr

Garz: An der Grenze zwischen Polen und Deutschland auf der Insel Usedom steht ein Sperrzaun als Wildzaun zum Schutz vor Schweinepest.

Garz: An der Grenze zwischen Polen und Deutschland auf der Insel Usedom steht ein Sperrzaun als Wildzaun zum Schutz vor Schweinepest.

Schwerin. Der Zaun gegen die Afrikanische Schweinepest entlang der Grenze von Mecklenburg-Vorpommern zu Polen ist nach Worten von Agrarminister Till Backhaus (SPD) ein Erfolg. Er stelle für Wildtiere kaum ein Problem dar.

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Binnen eines Jahres seien zwei Hirsche und zwei Rehe an dem Zaun umgekommen, sagte Backhaus am Mittwoch in Schwerin. Das sei nicht schön, aber im Straßenverkehr gebe es jährlich im Nordosten mehr als 12 000 Wildunfälle. Das Leid der betroffenen Tiere sei ungleich größer.

Schweinepest-Zaun in der Kritik

Backhaus reagierte damit auf Kritik von Naturschutzverbänden, der Zaun sei eine Todesfalle für Wildtiere. Backhaus verwies auf 414 Maßnahmen am Zaun, wie Möglichkeiten zum Überspringen für Rehe und Hirsche. In regelmäßigen Abständen sei dazu der 1,50 Meter hohe Schutzzaun auf 1,30 Meter abgesenkt worden. Zudem seien Röhren im Boden eingelassen worden, damit Biber, Füchse und Wölfe von der einen auf die andere Seite gelangen könnten.

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Fälle von Afrikanischer Schweinepest in MV

Der Schutzzaun soll verhindern, dass Wildschweine, die mit der gefürchteten Afrikanischen Schweinepest infiziert sein könnten, von Polen nach Mecklenburg-Vorpommern gelangen. In Polen ist die Seuche unter Wildschweinen weit verbreitet - nach Einschätzung von Backhaus ist sie dort außer Kontrolle.

In Mecklenburg-Vorpommern wurden nach seinen Worten bislang rund 30 Fälle gemeldet - nicht an der Grenze zu Polen, sondern im westlichen Landkreis Ludwigslust-Parchim. In Brandenburg und Sachsen hingegen breite sich die Seuche stark von Polen her aus. In den beiden Bundesländern seien die Fallzahlen um ein Vielfaches höher als in MV. „Der Zaun war die richtige Entscheidung“, sagte er.

Von RND/dpa

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