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Europawahl

Vor Besuch von Ska Keller: Das sagen die Rostocker zur Grünen Politik

Ska Keller: Spitzenkandidatin der Grünen für die Europawahl 2019 (Archivbild)

Ska Keller: Spitzenkandidatin der Grünen für die Europawahl 2019 (Archivbild)

Rostock. Sieben Wochen vor dem Super-Wahlsonntag in Rostock startet die OZ mit dem Politischen Salon eine Gesprächsreihe zur Europawahl. Am Sonntag um 16 Uhr stellt sich die europäische Spitzenkandidation der Grünen Ska Keller im großen Saal des OZ-Verlagshauses vor.

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Im Gespräch mit Chefredakteur Andreas Ebel und dem Publikum beantwortet sie Fragen zum Wahlprogramm ihrer Partei. Keller ist seit 2009 im Europäischen Parlament. Ihre Partei steht unter anderem für erneuerbarer Energien, eine friedensorientierte Außenpolitik und ein Verbot von Glyphosat. Eine Kernforderung der Grünen und ihrer Kandidatin ist ein gemeinsames europäisches Einwanderungsrecht.

Gertrud Hart (94) aus Rostock begrüßt diese Anliegen: "Wir brauchen die Leute, deswegen bin ich für ein Einwanderungsrecht. Aber wir müssen auch Arbeitsplätze schaffen." Die Rentnerin fragt sich, ob es im Straßen- und Schienenbau Arbeit für Zuwanderer geben könnten.

Auch Roland Fritsche (66) aus Rostock erkennt Potenzial in der Forderung von Ska Keller nach einem Einwanderungsgesetz: "Wenn die Einwanderung geregelt werden könnte, dann bin ich dafür." Der Rentner erzählt: "Ich kenne Flüchtlinge, die jahrelang in Deutschland leben, hier arbeiten und jetzt zurück in ihre Heimat sollen. Das ist doch quatsch."

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Dennoch meint Katrin Boran (51): "Mehr Grüne Politik brauchen wir hier in Mecklenburg-Vorpommern nicht. Mit Frau Schwesig haben wir schon einen guten Fang. Sie wurde gerade wiedergewählt. Das zeigt doch, dass sie einen guten Job macht."

Frank Kipke (59) sieht das anders: "Wenn es um Umweltschutz und landwirtschaftliche Produkte geht, brauchen wir mehr Grüne Politik." Der Rostocker bezweifelt, dass Obst und Gemüse ohne Pestizide angebaut werden. Auch eine Fangquote in der Fischerei hält er für angemessen: "Die Leute, die früher die Heringe am Stadthafen gefangen haben, konnten damals viel mehr rausholen als heute."

Kseniia Kostyan (27) wünscht sich mehr Radwege und eine bessere Kontrolle der Mülltrennung. "MV ist schon ein ziemlich grünes Bundesland. Allgemein sollten aber mehr Grüne Initiativen gefördert werden."

Diese Meinung teilt René Heinzel (32): "Das sieht man ja am Rosengarten, wo jetzt gerade gebaut wird. Auch die Gartenanlagen werden abgerissen. Es ist ja nicht mehr viel Grünes übrig. Ich weiß gar nicht mehr, wo ich mit meiner Tochter spazieren gehen soll." Auch Elektromobilität sollte laut dem Rostocker gefördert werden.

"Mehr Grüne Politik brauchen wir nicht unbedingt." Gerhard Bauer (74) fühlt sich durch die Arbeit der Grünen bereits bestätigt: "Die Grünen haben in der letzten Zeit viele Themen durchgebracht und konnten so vieles erreichen." Der Lubminer habe ein Grundstück mit vielen Bienen und Insekten: "Das vermisse ich in den letzten Jahren sehr. Das Bienensterben ist ein riesen Problem."

Mitdiskutieren ist am Sonntag ausdrücklich erlaubt. Fragen können gern vorab per E-Mail gesendet werden an: chefredaktion@ostsee-zeitung.de.

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Politischer Salon der OZ

Chefredakteur Andreas Ebel wird alle Podiumsdiskussionen anlässlich der Europawahl leiten. Folgende Gäste stehen bereits fest:

Ska Keller (Bündnis 90/Grüne) am 7. April um 16 Uhr

Nicola Beer (FDP) am 15. April um 18 Uhr

Katarina Barley (SPD) am 14. Mai um 19.30 Uhr

Helmut Scholz (Linke) am 21. Mai um 18 Uhr

Angefragt wurden auch Jörg Meuthen (AfD) und Manfred Weber (CSU). Die Termine hierfür stehen noch nicht fest.

Eine Anmeldung für den Politischen Salon ist nicht erforderlich.

Leser-Fragen an die Kandidaten können schon im Vorfeld per E-Mail an chefredaktion@ostsee-zeitung.de eingereicht werden.

Mehr zum Thema:

So treten die Grünen in MV zur Europawahl an – Die Themen und Gesichter

Alles über die Europawahl in MV: Zur Themenseite

Lena Hackauf

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