Leserdebatte

Weihnachtsmärkte in MV mit weniger Glanz und Glühbirnen? Das meinen OZ-Leser

Der Rostocker Weihnachtsmarkt hell erleuchtet

Der Rostocker Weihnachtsmarkt hell erleuchtet

Rostock. Angesichts der aktuell hohen Preise für Strom und Gas steht die Überlegung im Raum, dieses Jahr an der traditionellen Beleuchtung der Weihnachtsmärkte zu sparen. Nachdem die Schausteller letztes Jahr sich noch coronabedingt Sorgen mussten, ob und wie das winterliche Volksfest stattfinden kann, steht dieses Jahr die Sorge um zu hohen Energieverbrauch im Vordergrund.

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Der Standpunkt der Leser dazu ist eindeutig: Nach einer nicht repräsentativen Online-Umfrage der OZ wollen knapp 80 Prozent der Leserinnen und Leser nicht auf die weihnachtliche Beleuchtung verzichten.

„Die Märkte gehören dazu, egal wie teuer das wird“

Für Facebook-Userin Usedom Erin steht die Frage gar nicht zur Debatte: "Ein beleuchteter Weihnachtsmarkt gehört genauso wie ein beleuchteter Tannenbaum zu Hause zur Weihnachtszeit. Will man den Bürgern dies auch noch verbieten?" Auch für Beate Poschadel kommt ein unbeleuchteter Weihnachtsmarkt nicht infrage. "Weihnachten gehören die Märkte dazu, egal wie teuer das wird. Es sind nur vier Wochen", merkt sie an.

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Cathy Dupont will sich in der kalten Jahreszeit nichts verbieten lassen: "Ich lasse mir nicht die Vorweihnachtszeit vermiesen! Mein Haus wird im Lichterglanz erstrahlen, es wird gebacken und Glühwein wird natürlich auch zubereitet. Es gehört einfach zu Weihnachten, zu unserer Kultur, ebenso wie der Besuch der Weihnachtsmärkte."

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„Weniger ist nicht selten mehr“

Obwohl nur knapp 20 Prozent der befragten Leser sich für einen sparsam beleuchteten Weihnachtsmarkt aussprechen, sehen nicht alle den Budenzauber als kulturellen Gewinn an. "Ich fand die enorme Energieverschwendung in den Städten, besonders zur Weihnachtszeit, schon immer schrecklich. Mir ging es nie um den Klimawandel, sondern vielmehr um das viele Geld, mit dem man so viel mehr und bessere Sachen anstellen könnte. Weniger ist nicht selten mehr. Ich würde es begrüßen, wenn Deutschland weniger hell erstrahlt – der Grund dafür ist mir egal", kommentiert Benjamin Scharff auf Facebook.

Vor allem Heizpilze geraten als Energieverschwender in den Fokus der Kritik einiger Leser. "Kein Mensch braucht Heizpilze. Zum Aufwärmen trinkt man Glühwein oder Punsch", meint Teddy Neumann. Auch Hinrich Nowak steht den Wärmespendern kritisch gegenüber: "Das passt nicht in die Zeit! Was haben wir eigentlich gemacht, als man auf Weihnachtsmärkten noch keine dieser Dinger stehen hatte? – Richtig, es ging auch wunderbar ohne diese Energieverschwendung."

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„Weihnachtsmärkte sind aus dem letzten Jahrhundert“

Für Facebook-User Martensen Eva Klaus ist die Debatte ein willkommener Anlass, das Konzept Weihnachtsmarkt im Allgemeinen zu hinterfragen: "Weihnachtsmärkte sind aus dem letzten Jahrhundert und spiegeln weder unsere Bevölkerung noch die Gesellschaft wider." Wintermärkte könnten demnach eine Alternative sein.

Von Finn Loose

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