Staatsschutz ermittelt

Wieder Stolpersteine in Strasburg beschädigt – Täter noch flüchtig

Eine Passantin geht an Stolpersteinen zur Erinnerung an die Opfer des Nationalsozialismus vorbei. In Straßburg wurden wiederholt solche Steine verunstaltet.

Eine Passantin geht an Stolpersteinen zur Erinnerung an die Opfer des Nationalsozialismus vorbei. In Straßburg wurden wiederholt solche Steine verunstaltet.

Strasburg. Nach der zweiten Schändung sogenannter Stolpersteine in Strasburg (Vorpommern-Greifswald) innerhalb weniger Monate fahndet der Staatsschutz weiter nach Tätern. Die Suche sei bis zum Mittwoch allerdings ohne Erfolg geblieben, sagte eine Sprecherin des Polizeipräsidiums in Neubrandenburg.

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Am Vortag war bekannt geworden, dass Unbekannte die in Erinnerung an verschleppte Juden und andere Opfer der Nazis eingelassene Gedenk-Pflastersteine in der Stadt geschändet hatten. Nach ersten Untersuchungen wollten die Täter die eingravierten Buchstaben und Zahlen aus den Metallplättchen der Steine herausschleifen. Die Taten könnten am Wochenende passiert sein. Ein Passant meldete die Beschädigungen.

Im November 2018 waren in Strasburg schon einmal Stolpersteine in der selben Straße beschädigt worden. Damals wurden vier Steine, auf denen die Namen einer jüdischen Familie stehen, mit Aufklebern überklebt. Auf den Aufklebern standen laut Polizei Namen von Deutschen, die angeblich von Zuwanderern in den vergangenen Jahren angegriffen worden waren.

Die etwa zehn mal zehn Zentimeter großen Steine erinnern an die aus dem Ort stammenden Opfer des Nationalsozialismus. Die Steine sind Teil eines Erinnerungsprojekts des Künstlers Gunter Demnig. Nach dessen Angaben wurden sie bislang in mehr als 1200 Kommunen Deutschlands und in anderen Ländern Europas in Bürgersteige eingelassen. In Strasburg wurden die Stolpersteine 2017 verlegt.

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Winfried Wagner

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