Verkehr in Norddeutschland

Funkstörung bei der Deutschen Bahn: Sabotage an Kabeln war Grund für Zugausfälle

In ganz Norddeutschland fahren derzeit keine Fernzüge. (Symbolbild)

In ganz Norddeutschland fahren derzeit keine Fernzüge. (Symbolbild)

Rostock. Die großflächigen Ausfälle im Zugverkehr in Norddeutschland gehen nach Aussage der Bahn auf Sabotage zurück. „Aufgrund von Sabotage an Kabeln, die für den Zugverkehr unverzichtbar sind, musste die Deutsche Bahn den Zugverkehr im Norden heute Vormittag für knapp drei Stunden einstellen“, sagte eine Sprecherin am Samstag der Deutschen Presse-Agentur in Berlin. Die zuständigen Sicherheitsbehörden hätten die Ermittlungen aufgenommen.

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Zuvor hieß es bereits, die heftigen Probleme in Norddeutschland seien auf eine Störung des digitalen Zugfunks GSM-R (Global System for Mobile Communications - Rail) zurückzuführen gewesen. Eine Bahn-Sprecherin hatte dazu gesagt: „Er dient der Kommunikation zwischen den Leitstellen, die den Zugverkehr steuern, und den Zügen und ist damit unverzichtbarer Bestandteil für den reibungslosen Zugverkehr.“

Bahnverkehr im Norden steht am Samstagmorgen still

Über Stunden ging am Vormittag nichts mehr auf den meisten Schienen im Norden: Viele Reisenden strandeten an den Bahnhöfen. Betroffen waren der Fern- und teils auch der Regionalverkehr der Deutschen Bahn in weiten Teilen Norddeutschlands. Im Laufe des Vormittags meldete die Bahn dann, dass die Störung behoben sei, es aber weiter zu Beeinträchtigungen komme.

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50 Fahrgäste stranden nach Zugausfällen in Ludwigslust

Die großflächigen Ausfälle haben Mecklenburg-Vorpommern nur am Rande betroffen. Im Nordosten fuhren die Fern- und Nahverkehrszüge weitestgehend normal, wie ein Bahnsprecher sagte.

Ausfälle gab es in MV am Morgen auf der Strecke Berlin-Hamburg. In Ludwigslust strandeten etwa 50 Fahrgäste, nachdem ihr ICE aus Berlin wegen der Störung nicht mehr nach Hamburg weiterfuhr. Etwa die Hälfte der Fahrgäste sei mit dem Zug nach Berlin zurückgefahren, berichtete eine Reisende. Die anderen versuchten, mit Taxis oder dem Nahverkehr in Richtung Hamburg weiterzukommen.

Nachdem am Vormittag der Schaden behoben war, rollte der Fernverkehr auch auf dieser Strecke wieder an. Der Nahverkehr in Richtung Westen endete über mehrere Stunden an der Landesgrenze zu Schleswig-Holstein beziehungsweise Niedersachsen. Ursache für die Störung war laut Bahn Sabotage an wichtigen Kabeln.

Von OZ/dpa

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