Abzocke mit 250-Euro-Gutschein von Rewe

Per WhatsApp und per Facebook wird der vermeintliche Einkaufsgutschein verbreitet.

Per WhatsApp und per Facebook wird der vermeintliche Einkaufsgutschein verbreitet.

Hannover. 250 Euro für einen Einkauf in einem Rewe-Supermarkt seiner Wahl verspricht das vermeintliche Angebot, das seit einigen Tagen per Facebook und WhatsApp verbreitet wird.

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Viel tun muss man dafür nicht: Ein paar Angaben über den eigenen Einkauf und die Weiterleitung des so vermeintlich exklusiven Angebots an zehn seiner WhatsApp- oder Facebook-Freunde reicht aus, so soll man glauben, schon kann man als mutmaßlicher Filialtester anfangen. Und genau dafür soll es dann den Gutschein geben.

Drittanbietersperre als Vorsichtsmaßnahme

Doch dazu kommt es nicht: Die ganze Masche ist ein Fake. „Rewe ist nicht der Absender solcher Nachrichten, beauftragt sie nicht und gibt auch keine Daten an Dritte zwecks Akquise heraus“, bestätigt ein Rewe-Sprecher gegenüber dem Redaktionsnetzwerk Deutschland.

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Dabei bleibt es nicht bei einem ärgerlichen, aber harmlosen Fake. Im Gegenteil: Wer den Aufforderungen folgt, kann am Ende draufzahlen. Wie die Internetseite Mimikama berichtet, handelt es sich bei dem vermeintlichen Rewe-Angebot um eine Abofalle.

Konkret: Wer den Anweisungen des Aufrufs folgt, wird am Ende auf eine Drittseite weitergeleitet, wo direkt – das heißt ohne weiteren Klick – ein Abo auf die eigene Mobilnummer aktiviert wird.

Gleichzeitig werden die angegebenen Daten von Gewinnspielveranstalter genutzt und weitervermarktet, wie Onlinewarnungen.de berichtet. "Im besten Fall bekommen Sie nur viel Werbung per E-Mail, SMS und nervige Werbeanrufe. Kommen die Daten in kriminelle Hände, könnten Sie auch betrügerische E-Mails oder Anrufe bekommen", heißt es dort.

Mimikama empfiehlt in diesem Zusammenhang die Installation einer sogenannten Drittanbietersperre. Die gesetzlich niedergeschriebene Sperre (Telekommunikationsgesetz unter § 45d, Netzzugang, Absatz 3) verhindert, dass fremde Dienstleister von der eigenen Mobilfunkrechnung Abbuchungen vornehmen können. Die Sperre ist kostenlos, muss aber beim jeweiligen Mobilfunkanbieter beantragt werden (hier finden Sie dazu eine Anleitung).

Rewe erwägt rechtliche Schritte

Neu ist die Methode übrigens nicht: Bereits Anfang des Jahres kursierte ein erste Version des betrügerischen Rewe-Gutscheins. Auch andere bekannte Firmen, darunter H&M, Aral, Ikea, Lidl und C&A wurden bereits von den Betrügern missbraucht.

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Offen ist, inwiefern die Firmen, deren Namen genutzt werden, gegen den Missbrauch vorgehen. Zumindest bei Rewe scheint die Schwelle zu einer Abmahnung oder Klage offenbar noch nicht überschritten. Man behalte sich rechtliche Schritte immer vor, sagt der Rewe-Sprecher gegenüber dieser Zeitung.

Von zys/RND

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