Das darf Böhmermann noch sagen

ZDF-Satiriker Jan Böhmermann (35)

ZDF-Satiriker Jan Böhmermann (35)

Hamburg. Das umstrittene Schmähgedicht von ZDF-Satiriker Jan Böhmermann über den türkischen Staatspräsidenten Recep Tayyip Erdogan bleibt in weiten Teilen verboten. Das entschied das Hamburger Landgericht in einem am Freitag verkündeten Urteil. Die strittigen Passagen seien nicht von der Meinungsfreiheit gedeckt, hieß es zur Begründung.

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Die Kammer bestätigte damit ihre Eilentscheidung vom vergangenen Mai. Erdogan hatte damals bereits ein vorläufiges Verbot strittiger Zeilen errungen, das ihm jedoch nicht ausreichte. Seine Forderung nach einem Gesamtverbot des Gedichtes wies das Gericht nun erneut ab. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig.

Diese Passagen hat das Landgericht Hamburg verboten:

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In dem zivilrechtlichen Streit geht es um die Frage, ob Böhmermann den Präsidenten bewusst beleidigen wollte oder ob das Gedicht als Kunst anzusehen ist. Der 35 Jahre alte ZDF-Moderator hatte unter dem Titel „Schmähkritik“ in seiner Sendung „Neo Magazin Royale“ am 31. März vergangenen Jahres teils wüste Beschimpfungen gegen Erdogan vorgetragen und ihm unter anderem Sex mit Tieren unterstellt. Zur Begründung stellte Böhmermann seinem Auftritt voran, er wolle den Unterschied zwischen erlaubter Satire und in Deutschland verbotener Schmähkritik erklären. Die Show zog eine Staatsaffäre nach sich.

Von RND/fw/dpa

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