Tag 5 in Flensburg

„Das perfekte Dinner“-Gastgeberin kämpft mit den Tränen: „Wie soll ich das nur schaffen?“

Petra (58) engagiert sich als Pflegerin für Benachteiligte.

Petra (58) engagiert sich als Pflegerin für Benachteiligte.

Kontrastierend mit ihrer zupackenden Art zeigt sich Petra am letzten Tag von „Das perfekte Dinner“ in Flensburg von einer ganz sensiblen Seite. „Ich habe schon immer im sozialen Bereich gearbeitet und halte das für sehr, sehr wichtig“, erklärt die 58-Jährige ihre Lebensaufgabe. Derzeit arbeitet sie in einer Einrichtung für körperlich eingeschränkte Menschen - „in einem charmanten Haus mit einem tollen Team“.

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Beim Beschreiben ihrer mitfühlenden Haltung kommen der Mutter einer erwachsenen Tochter die Tränen: „Tut mir leid, jetzt muss ich heulen.“ Mit ihrem Finaldinner verbindet sie kulinarische mit menschlicher Ambition: „Wenn ich gewinne, möchte ich das Geld spenden, und zwar einer Initiative, mit der Flensburger Kinder ihren Hauptschulabschluss nachholen können.“ Dazu soll ihr ein sommerlich-abwechslungsreiches Menü verhelfen.

Motto: „Tach ihr Lieben“

  • Vorspeise: Kalte Gurkensuppe trifft Fruchtspieß
  • Hauptspeise: Seeteufel gebettet auf einem Graupenrisotto mit Pilzen der Saison
  • Nachspeise: „... lasst euch doch einfach überraschen“

Seelischer Beistand von Ehefrau Martina

Eine Aufgabe, der sich Petra kaum gewachsen sieht. „Ich muss aufpassen, dass ich nicht immer gleich emotional werde“, warnt sich die begeisterte Radfahrerin vor sich selbst. Liebevolle Unterstützung kommt da von ihrer Ehefrau Martina: „Aber Schatzi, das ist ja auch etwas Besonderes - du kochst ja nicht jeden Tag im Fernsehen!“

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Besonderen Anklang findet in Petras Menü die Vorspeise, ein geeistes Gurkensüppchen mit Fruchtspieß - und als besondere Abrundung einem Teelöffel Gin. „Gurke in Gin mag ich eigentlich nicht besonders, aber Gin in Gurke ist hervorragend“, gerät Kay (29) ins Schwärmen: „Für mich ein Highlight der Woche.“

Petra will ihren Gewinn spenden - und wird nur Zweite

Beim Hauptgang zeigt sich, dass ein früherer Standard der gutbürgerlichen Küche offenbar in Vergessenheit geraten ist: „Müller und ich mussten erst mal googeln, was Graupen sind“, gesteht Torben (28). Also eine neue Erfahrung - wenn auch etwas „zu bissfest“, wie Sarah (27) feststellen muss: „Aber ich bin auch kein Risotto-Fan.“

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Keine Überraschung, ging es diese Woche doch vor allem darum, was die Veganerin nicht isst. Zu dumm nur, dass Müllers etwas zu angebratene Pilze „nach Teflon schmecken“ und das Tonkabohnen-Parfait zum Nachtisch allen „zu neutral“ ist, der Espresso-Chili-Kuchen „gar nicht scharf“, das Himbeer-Sorbet „zu fest“ und Petras Zeit-Management „nicht optimal“.

Und so verfehlt Petra um zwei Punkte den Sieg und landet gemeinsam mit Brasilianer Müller (30) auf dem zweiten Platz. Statt der wohltätigen Pflegerin gewinnt der smarte Jungunternehmer und Immobilien-Verchecker (29). Die Stimmung bleibt dennoch innig: „Jetzt lassen wir den Abend noch nett ausklingen“, heißt es um 0.30 Uhr. Ganz gemäß Petras Grundeinstellung: „Ich finde, wir müssen alle füreinander da sein.“

RND/Teleschau

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