Tag 4 in Mainz/Wiesbaden

„Das perfekte Dinner“: Als Laura Moritz‘ Menü sieht, entgleisen ihr die Gesichtszüge

Ein Blick sagt mehr als 1.000 Worte: Laura fühlt sich von Moritz' Menü herausgefordert.

Ein Blick sagt mehr als 1.000 Worte: Laura fühlt sich von Moritz' Menü herausgefordert.

Der Ehrgeiz ist Laura (29) nicht nur ins sorgfältig geschminkte Gesicht geschrieben. Auch das Menü der adretten Architektin („Ich sammle Handtaschen und spiele Golf‘“) aus Idstein bestach durch perfekte Planung: Solide italienische Küche mit Meeresfrüchten, Parmigiana, Tortelloni und ordentlich „Aromat“-Fertigwürze. Die Gäste honorierten es mit begeisterten 37 Punkten. Doch Laura („Ich will hier gewinnen“) kann sich nicht entspannen. Als klar wird, dass Moritz (31) aus Mainz ebenfalls italienische Spezialitäten servieren wird, wird der Konkurrentin mulmig: „Oh neiiin... jetzt gibt es das Italien-Derby.“

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In den Kochring tritt sie mit dem genauen Gegenteil von ihr: IT-Berater Moritz zeigte sich bislang als unterhaltsamer „Freigeist“, als viel wissender vielsagender Koch-Nerd und einer guten Party nie abgeneigt. In seiner frisch bezogenen offenen Küche regiert der Freestyle: „Rezepte sind gut, aber es ist deine Entscheidung, ob du die Route genau abfährst oder für einen schönen Aussichtspunkt auch mal einen Umweg machst.“ Auf die Etappen auf Moritz‘ Italienreise darf man also gespannt sein:

Allora

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  • Vorspeise: La Via Lattea
  • Hauptspeise: Ossobuso con Risotto alla Milanese
  • Nachspeise: Sono Panna Cotto

Kreative Überraschungen

„Von Moritz verspreche ich mir, ähnlich wie bei seinen Sprüchen, kreative Überraschungen“, äußert Sam (34) Erwartungsfreude. Die Reise beginnt an der „Via Lattea“, einer nach der Milchstraße benannten Region an der Amalfi-Küste, die besonderen Büffelmozzarella produziert. Die entsprechende Burrata kredenzt Moritz („Alles kann, nichts muss“) mit Sous Vide-gegartem Heilbutt, Kapern, selbstgemachtem Basilikumöl, Ofentomaten und Croutons. „War mir irgendwie ein bisschen zu viel“, beanstandet Christoph (38). Als Hauptspeise Ossobuco, deren Kalbfleisch ihm zuvor viel Stress bereitete: Nachdem sein Metzger nicht die gewünschte Menge liefern konnte, war in der ganzen Gegend kein Pendant aufzutreiben, und Moritz musste auf Tiefkühlware ausweichen.

Ob es daran lag, dass der Hauptgang nicht so richtig ankam? „Da hängt mir zu viel dran“, zupft Eda (29) an ihrem Fleisch herum, und auch das begleitende Risotto ist der vermutlich sehr erleichterten Laura „zu suppig und zu körnig“. Dass dann auch noch das Wortspiel zum Dessert („Sono cotto“ bedeutet „Ich bin am Boden zerstört“) Realität wird und die Panna Cotta nicht fest, steht der Derby-Ausgang fest: Moritz liegt ganze zehn Punkte hinter Laura und damit auf Platz 4. Und die unangefochtene Spitzenreiterin zeigt sich großzügig: „Der Wein zum Essen war sehr gut.“

RND/Teleschau

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