Foto wird zum Meme

„Zündet noch eine Bombe von draußen“: Ex-RBB-Intendantin Schlesinger nach Pressefoto erneut in der Kritik

Ex-RBB-Intendantin Patricia Schlesinger.

Ex-RBB-Intendantin Patricia Schlesinger.

Verschwendung von Rundfunkgebühren, Dienstwagenaffäre und Korruption: Die Liste der Vorwürfe gegen die ehemalige Intendantin des Rundfunk Berlin-Brandenburg (RBB) Patricia Schlesinger ist lang. Nach ihrem Rauswurf bei den Öffentlich-rechtlichen äußerte sich die 61-Jährige kürzlich in einem Interview mit der „Zeit“. Ein Foto von ihr, welches zusammen mit dem Artikel erschien, sorgt in den sozialen Medien nun erneut für Kritik.

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Foto Schlesingers für die „Zeit“

Auf dem Bild ist Schlesinger auf einer Ledercouch sitzend zu sehen. Sie hat ein Bein übergeschlagen und ihren rechten Arm auf die Sofalehne gelegt. Ihr anderer Arm ist auf der Armlehne aufgestützt, die Hand schwebt halb angehoben neben ihrem Gesicht. Ihr Blick geht über die Kamera hinweg, hell-warmes Scheinwerferlicht ist auf ihr Gesicht gerichtet. Die selbstbewusst wirkende Pose wird bei Twitter bereits zum Meme.

Patricia Schlesinger, 61, fotografiert am 1. September 2022 für „Die Zeit“ in Berlin.

Patricia Schlesinger, 61, fotografiert am 1. September 2022 für „Die Zeit“ in Berlin.

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„Ein Bild sagt mitunter mehr als das, was hinter einer Paywall liegt“, schreibt etwa ein User zu dem Foto. Auch ein anderer Nutzer meint: „Dieses Foto vom 1.9. fasst die Sache gut zusammen.“ Einige Twitter-User machen sich zudem in Bildunterschriften über die Ex-Intendantin lustig. So titelt eine Person: „Challenge of the day: love yourself as Patricia Schlesinger seems to love herself.“ (deutsch: „Herausforderung des Tages: Liebe dich selbst so wie Patricia Schlesinger sich selbst zu lieben scheint.“)

Ein weiterer Kommentar bezeichnet Schlesinger sogar als „das toxische Gesicht des öffentlich-rechtlichen Rundfunks“. Das Antifa-Magazin kommentiert das Bild derweil mit den Worten: „Dieses Foto von Patricia Schlesinger ist an Arroganz aber auch nicht so leicht zu schlagen.“

Einige sehen in dem RBB-Skandal um Schlesinger bereits Filmmaterial: „Das Foto gibt mir ziemliche ‚Der Pate‘-Vibes“, schreibt etwa ein Nutzer. „Dazu passt, dass sie ihr Gehalt nicht gefordert hat. Es wurde ihr angeboten.“ Ein weiterer Kommentar scherzt: „Mit absoluter Sicherheit spielt Frances Conroy sie in der Verfilmung.“

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Dass Schlesinger das Titelbild des Interviews nicht selbst ausgewählt hat, bestätigen die Redakteurin des Interviews Cathrin Gilbert und die Artdirektorin Malin Schulz von der „Zeit“ bei Twitter: „Selbstverständlich hat Patricia Schlesinger die Fotos zu ihrem Interview nicht selber ausgesucht, sondern wir, die Redaktion“, heißt es in einem gemeinsamen Tweet. Bei Twitter wird das Team für die Bildauswahl gelobt: „Meine Güte, Zeit Online, ist das böse von euch, den Artikel mit so einem Foto aufzumachen. Chapeau!“, schreibt ein Nutzer.

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Kritik aus den eigenen Reihen

Das Interview sowie das zugehörige Titelfoto wird auch von anderen Journalistinnen und Journalisten für Schlesingers angeblich mangelhafte Einsicht kritisiert. RBB-Datenjournalist Haluka Maier-Borst schreibt etwa auf Twitter: „Wie out-of-touch muss man sein, dass man denkt: Geil, so will ich fotografiert werden, wenn mir Vorteilsnahme vorgeworfen wird. Wir rackern uns hier im Laden seit Wochen ab, um den Ruf wiederherzustellen. Und dann zündet die Ex-Intendantin noch eine Bombe von draußen.“ Er fügt hinzu: „Man möchte einfach Frau Schlesinger auf der Straße treffen und ihr in aller Ruhe sagen: Sagen Sie mal, merken Sie eigentlich noch was?“

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Den RBB führte Schlesinger seit 2016. Seit Beginn dieses Jahres amtierte sie auch als ARD-Vorsitzende. Seit Anfang August ermittelt die Generalstaatsanwaltschaft Berlin wegen des Verdachts der Untreue und der Vorteilsnahme gegen sie.

RND/al

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