Protest vor laufender Kamera

Kreml: Kriegsprotest von TV-Mitarbeiterin ist „Rowdytum“

Der Screenshot aus der abendlichen Hauptnachrichtensendung des russischen Staatsfernsehen zeigt die Protestaktion von Marina Ovsyannikova.

Der Screenshot aus der abendlichen Hauptnachrichtensendung des russischen Staatsfernsehen zeigt die Protestaktion von Marina Ovsyannikova.

Moskau. Der Kreml hat die Kritik einer Mitarbeiterin des russischen Staatsfernsehens am Krieg von Präsident Wladimir Putin gegen die Ukraine scharf verurteilt. „Was dieses Mädchen angeht, das ist Rowdytum“, sagte Kremlsprecher Dmitri Peskow am Dienstag der Agentur Interfax zufolge.

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Der Fernsehsender müsse die Angelegenheit regeln, es sei nicht Aufgabe des Kreml. Die Redakteurin des Ersten Kanals des russischen Staatsfernsehens, Marina Ovsyannikova, hatte in den Hauptnachrichten am Montagabend ein Protestplakat gegen Putins Krieg in der Ukraine in die Kamera gehalten.

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Anwälte erreichen Ovsyannikova nicht

Auf dem Plakat war auch zu lesen, dass die Zuschauer „hier belogen“ werden. Es war auch am Tag nach dem Zwischenfall unklar, wo die Journalistin sich aufhielt. Anwälte hatten mitgeteilt, es fehle jeder Kontakt zu ihr. Ovsyannikova hatte den Angriff auf die Ukraine in einem Video als Verbrechen bezeichnet.

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In Staatsmedien ist es untersagt, von Krieg zu sprechen. Die russische Staatsführung nennt das Vorgehen eine „militärische Spezial-Operation“ zur „Entmilitarisierung“ und zur „Entnazifizierung“ der Ukraine. Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj, der jüdische Wurzeln hat, bedankte sich bei Ovsyannikova.

RND/dpa

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