„Playboy“ bringt wieder Nacktmodels

Playmate Elizabeth Elam auf dem Cover der neuen März-April-Ausgabe des US-“Playboys“.

Playmate Elizabeth Elam auf dem Cover der neuen März-April-Ausgabe des US-“Playboys“.

Washington. Der US-„Playboy“ zeigt ein Jahr nach seiner selbst verordneten Züchtigkeit wieder Nacktmodels. Die Kehrtwende in der März-April-Ausgabe zelebrierte das Magazin am Montag (Ortszeit) mit dem Hashtag #NakedIsNormal in den sozialen Medien. Kreativchef Cooper Hefner, Sohn von Playboy-Gründer Hugh Hefner, nannte die Entscheidung für weniger Haut einen Fehler.

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„Es war falsch“

Die Freizügigkeit der Printausgabe hatte den 63 Jahre alten "Playboy" einst erst so berühmt gemacht. Im vergangenen Jahr kamen die Macher unter dem damaligen Geschäftsführer Scott Flanders zur Einsicht, dass nackte Haut im Magazin in Zeiten frei verfügbarer Internetpornografie passé sei. Die Zeiten hätten sich schlicht geändert, sagte "Playboy"-Chefmanager Scott Flanders damals.

Davon will der Medienkonzern Playboy Enterprises nun aber nichts mehr wissen. „Nacktheit war nie das Problem, weil Nacktheit kein Problem ist“, schrieb Kreativchef Cooper Hefner. „Heute holen wir unsere Identität zurück und reklamieren zurück, wer wir sind.“

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Mit Blick auf die damalige Entscheidung schrieb er: „Ich bin der erste, der zugibt, dass die Art und Weise, wie das Magazin mit Nacktheit umgegangen ist, altmodisch war - aber sie vollständig zu entfernen, war falsch“, so Hefner.

Deutsche Ausgabe nicht betroffen

Fans des bekanntesten Herrenmagazins der Welt hatten die Verkündung der Jugendfreiheit, die ab Februar 2016 umgesetzt wurde, ungläubig und erstaunt aufgenommen. In der deutschen Ausgabe war alles beim Alten geblieben.

Neben nackten Frauen gibt es in der neuen Ausgabe des US-Playboy auch ein Interview mit Hollywoodstar Scarlett Johansson und Stücke über den Schauspieler Adam Scott und CNN-Moderator Van Jones - wohl für jene, die betonen, nur der Artikel wegen im „Playboy“ zu blättern.

Das Cover des aktuellen US-Playboys.

Das Cover des aktuellen US-Playboys.

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Von dpa/ap/RND/zys

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