Wachsen, Boxen und kein Job für Elton John: So lustig kann Werbung fürs Impfen sein

Christoph Maria Herbst in seiner Rolle als „Stromberg“ (Archivfoto).

Christoph Maria Herbst in seiner Rolle als „Stromberg“ (Archivfoto).

Hannover. Werbung für die Corona-Schutzimpfung muss nicht immer ernst und staubtrocken sein – das zeigt jetzt eindrucksvoll ein Beispiel aus Südafrika, das im Internet die Runde macht.

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In dem Werbespot ist ein älterer Herr zu sehen, der sich unterlegt von romantischer Musik in einer Scheune genüsslich mit Wachs einreibt. Nur wenige Sekunden später beginnt er, sich unter schmerzverzerrtem Geschrei die Brusthaare zu entfernen.

Ein Bekannter des Mannes traut seinen Augen kaum, als er die Scheune betritt: „Calli, was machst du da?“, fragt er in englischer Sprache. Calli antwortet: „The doctor said, if I want to have a long life with my wife I have to get waxed“ (auf Deutsch: „Der Doktor sagte, wenn ich ein langes Leben mit meiner Frau haben will, muss mich wachsen lassen.“)

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Der Witz liegt hier im englischen Wort „waxed“. Dieses klingt nämlich ganz ähnlich wie das Wort „vaxxed“ – und das bedeutet wiederum „geimpft“.

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Clip aus Südafrika sorgt für Begeisterung

Produziert wurde die lustige Impfwerbung nicht etwa für die offizielle Regierungskampagne, sondern für die südafrikanische Versicherung King Prince Insurance. Der Clip endet mit dem Werbeslogan „Ungewöhnliche Zeiten erfordern eine ungewöhnlich unkomplizierte Versicherung“. Seinen Zweck scheint der Spot aber dennoch zu erfüllen.

Auf Tiktok und in anderen sozialen Netzwerken macht der Clip bereits seit Dezember die Runde und wird millionenfach angeschaut und kommentiert. „Ich liege buchstäblich am Boden vor Lachen“, schreibt beispielsweise ein Nutzer. „Ich habe den Clip mit meiner Tochter geguckt und wir schreien vor Lachen, morgens um 6. Mein Nachbar muss mich lieben“, kommentiert ein anderer.

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Verrückte Musicalshow aus Singapur

Südafrika ist aber nicht das einzige Land, das versucht, die Wichtigkeit der Schutzimpfung mit einer Prise Humor unters Volk zu bringen. In einem Spot der Regierung in Singapur beispielsweise wurde bereits im vergangenen Sommer in bunten Kostümen ausgiebig getanzt und gesungen.

Die Protagonisten des verrückten Clips entkräften in einem musicalartigen Song die gängigen Vorurteile gegen die Impfung: „Ist es wirklich sicher?“, fragt beispielsweise eine Frau singend ihren Tanzpartner. Dieser antwortet: „Ja, Rosie, sei mutig. Es ist nicht verrückt, und gegen Covid schützt sie.“

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China, wie es tanzt und lacht

Auch in China wurde für die Impfkampagne reichlich getanzt. So zeigt ein Werbeclip der Provinz Sichuan singende Ärzte, gut gelaunt mit einstudierter Impfchoreografie. Kurz darauf tanzen und singen auch Bauarbeiter, Fernsehmoderatorinnen, Baggerfahrer und Polizistinnen mit.

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Selbstironie mit Elton John

Eine Werbung aus Großbritannien zeigte im vergangenen Jahr einige Outtakes mit Musiker Elton John. Dieser sitzt vor einer Kamera und stellt sich vor – allerdings nie so, wie es der Regisseur gerne hätte. „Wir geben dann Bescheid“, ist schließlich aus dem Off zu hören. Daraufhin brummt der Sänger verärgert: „Ihr werdet niemand Größeres finden“.

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Offenbar doch. Die letzten Szenen des Spots zeigen schließlich den berühmten britischen Schauspieler Michael Caine, dem soeben eine Spritze mit dem Corona-Impfstoff gesetzt wurde. „Es hat nicht weh getan“, betont der 87-jährige Schauspieler und setzt zu seinem Markenzeichenspruch an: „Nicht viele Leute wissen das.“

Caine bekommt den Job, der Regisseur ist aus dem Häuschen: „Lasst den anderen Kerl wissen, dass er den Job nicht bekommen hat.“

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Kampfansage aus Neuseeland

Ein Clip aus Neuseeland zeigt Protagonistinnen und Protagonisten als mutige Kämpfer gegen das Coronavirus. „Hey Covid, du warst ganz schön nervig 2020″, ruft eine Frau. Danach werden Schulklassen und eine Boxerin gezeigt, die Covid-19 den Kampf ansagt: „Wir sind hier, um zu gewinnen.“ Eine andere Frau ergänzt: „Pass bloß auf.“ Andere geigen dem Virus mit Sprechchören die Meinung.

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Herrlich romantischer Kitsch aus Italien

Italien hingegen hat ein ironisches Kitschstück mit Helen Mirren und dem italienischen Star Checco Zalone inszeniert. Als Zalone in dem Spot herausfindet, dass Mirren doppelt geimpft ist, fragt er sie, ob sie mit ihm tanzen will. Es folgt ein übertrieben kitschiger Song mit ganz viel Meer, Wein und gutem Essen – und endet schließlich mit einem Kuss der beiden Protagonisten.

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Stromberg und die Leberwurst

Impfkampagnen mit Humor sind aber bei Weitem nicht nur eine Spezialität des Auslands. In Deutschland rief im Dezember der wohl schlimmste Chef der Welt höchstpersönlich in mehreren lustigen Clips zum Impfen auf: Bernd Stromberg. Schauspieler Christoph Maria Herbst hatte dafür seine beliebte Figur reaktiviert – die Serie „Stromberg“ war 2014 mit einem Spielfilm zu Ende gegangen.

In den Clips spielt Herbst in der Rolle von Stromberg einen Impfgegner. In einem sagt er beispielsweise: „Impfen? Ne. Was weiß ich, was die da reinpanschen in die Impfe. Kennt man ja von der Leberwurst. Da sind Kuhaugen, Pansen drin und Rotze vom Metzger.“ Am Ende des Clips wird Stromberg dann aber doch von der Faktenlage umgestimmt.

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#besonderehelden, die zu Hause bleiben

Schon vor dem Start der Impfkampagne hatte es die Bundesregierung schon einmal mit Humor versucht. Im Herbst 2020 veröffentlichte das Gesundheitsministerium einen Clip mit dem Hashtag #besonderehelden. In dem Clip erzählt ein älterer Herr von seiner Heldentat im Herbst 2020, die nur aus einem bestand: zu Hause bleiben.

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Der offizielle Spot der Bundesregierung zur Impfung war im Sommer weniger humorvoll, dafür umso hoffnungsvoller. Er zeigte, untermalt von Howard Carpendales „Hello Again“, wie sich die Welt nach der Corona-Schutzimpfung allmählich wieder öffnet. Eine Idee, die übrigens auch viele andere Länder hatten, etwa Frankreich.

RND/msc

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