21-Jähriger gesteht Prostituiertenmorde

Der Präsident der Polizei Mittelfranken, Johann Rast, gibt Details des Geständnisses des 21-jährigen Tatverdächtigen bekannt.

Der Präsident der Polizei Mittelfranken, Johann Rast, gibt Details des Geständnisses des 21-jährigen Tatverdächtigen bekannt.

Nürnberg. Nach den Prostituiertenmorden in Nürnberg hat R. ein umfassendes Geständnis abgelegt. Der Grund für die Gewaltverbrechen: In beiden Fällen habe er sich nach dem Sex mit den Frauen über die Bezahlung gestritten, sagte Oberstaatsanwalt Alfred Huber. Der Mann habe seine Opfer gefesselt und erdrosselt, schilderte der Leiter der Soko „Himmel“, Michael Dietsch am Montag. Um seine Spuren zu vertuschen, zündete der 21-Jährige die Mietwohnungen der Frauen an. R. sitzt in Untersuchungshaft.

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Das erste Opfer war eine 22 Jahre alte Rumänin, die der 21-Jährige am 24. Mai tötete. Das zweite Opfer war eine 44-jährige Chinesin am Pfingstmontag. Die Ermittler fanden die toten Frauen gefesselt auf dem Rücken liegend in ihren Betten. Beide wiesen Brandverletzungen auf. Todesursächlich sei bei beiden Taten aber nicht das Feuer sondern die Strangulation gewesen, betonte Polizeipräsident Johann Rast.

Beamte hatten den mutmaßlichen Doppelmörder am Freitag zunächst eine Stunde lang observiert und schließlich gegen 17.40 Uhr in einem Spieleladen in Nürnberg verhaftet. Der Arbeitslose war in der Vergangenheit wegen Diebstahls und Körperverletzungen aufgefallen.

Auf die Spur des 21-Jährigen waren die Ermittler durch die Auswertung des Mobiltelefons des zweiten Opfers gekommen. Das Handy fanden die Ermittler in der Wohnung der toten Frau. An beiden Tatorten seien DNA-Spuren des Mannes gefunden worden, sagte Dietsch. Seine Opfer hatte er über dieselbe Internetseite kontaktiert.

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Dass die Ermittler den Fall nur gut 14 Tage nach der ersten Tat trotz „schwieriger Spurenlage“ aufklären konnten, wertete der Polizeipräsident als „großen Erfolg“ der 30-köpfigen Soko. Wie am Montag ebenfalls bekannt wurde, hatte die Polizei kurz nach der ersten Tat zunächst einen anderen Mann als Tatverdächtigen ausgemacht. Er kam aber kurze Zeit später wieder frei.

Von RND/dpa

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