Berühmt durch „Inventing Anna“

Abschiebung von Anna Sorokin nach Deutschland in letzter Minute gescheitert

Anna Sorokin, verurteilte Hochstaplerin aus Deutschland, sitzt in einem Gerichtssaal.

Anna Sorokin, verurteilte Hochstaplerin aus Deutschland, sitzt in einem Gerichtssaal.

New York. Die deutsche Hochstaplerin Anna Sorokin (31) bleibt zunächst weiter in Gewahrsam der US-Einwanderungsbehörde ICE. Eine im November 2021 erteilte Notfall-Bleibegenehmigung habe vorerst weiter Bestand, teilte die Behörde am Dienstag der Deutschen Presse-Agentur in New York mit. Sorokin werde bis zu ihrer „ausstehenden Abschiebung“ zunächst weiter in Gewahrsam der Behörde bleiben, wo sie sich seit dem 25. März 2021 befindet.

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Details zur ausstehenden Abschiebung wollte die US-Einwanderungsbehörde „aus operativen Sicherheitsgründen“ nicht nennen.

Ursprünglich sollte die 31-Jährige, begleitet von Beamten der US-Einwanderungs­behörde ICE, am Morgen in Frankfurt am Main in einem Linienflugzeug landen. Die Maschine sei am Vortag gegen 21 Uhr (Ortszeit) in New York gestartet. Dass sich Sorokin jedoch nicht an Bord befand, berichtet unter anderem der „Spiegel“.

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Sorokin will in den USA bleiben

Sorokin wehrt sich bereits länger gegen die Abschiebung und möchte in den USA bleiben. In Deutschland droht Sorokin keine strafrechtliche Verfolgung, da nichts gegen sie vorliegt. Durch die Netflix-Serie „Inventing Anna“ wurde der Fall weltberühmt. Zudem versucht Sorokin, ihre Betrugs­geschichte weiter zu vermarkten, etwa durch Podcasts und Interviews – auch Gerüchte um einen Buchdeal gibt es.

Schuldig in acht Anklagepunkten

2019 war Sorokin von den Geschworenen des New York City Criminal Court wegen schweren Diebstahls, versuchten schweren Diebstahls und Diebstahls von Dienstleistungen in acht Anklagepunkten für schuldig befunden worden – die Gesamtsumme des Betrugs belief sich auf 275.000 Dollar. Zu diesem Zeitpunkt saß die junge Frau bereits anderthalb Jahre in Untersuchungshaft. Das Urteil sah vier bis zwölf Jahre Haft, eine Geldstrafe von 24.000 Dollar und Entschädigungs­zahlungen an ihre Opfer vor.

Bis Februar 2021 saß Sorokin ihre Strafe in verschiedenen US-Haftanstalten ab und wurde dann auf Bewährung entlassen. Weil ihr Visum abgelaufen war, wurde Sorokin am 25. März von der amerikanischen Einwanderungs- und Zollbehörde erneut in Gewahrsam genommen. Gegen diese Behörde klagt Sorokin derzeit, wie unter anderem der britische „Guardian“ berichtet. Sie behauptet, an Covid erkrankt zu sein, nachdem ihre Anträge auf eine Booster-Impfung von der ICE abgelehnt worden seien. Sorokin ist laut der Klage im Januar positiv auf das Coronavirus getestet worden. Sie habe Symptome wie „Fieber, andauernden Husten, Übelkeit, Migräne und Körperschmerzen“ gezeigt.

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RND/dpa/nis/big

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