Massive Kritik an US-Einsatzkräften

Massaker an Grundschule: Verantwortlicher Polizist hatte kein Funkgerät

Polizisten an der Grundschule im texanischen Uvalde.

Polizisten an der Grundschule im texanischen Uvalde.

Uvalde. Der für den Einsatz bei dem Grundschul-Massaker im texanischen Uvalde vor Ort verantwortliche Polizist hatte nach Erkenntnissen der ermittelnden Behörde kein Funkgerät bei sich. Ein Senator des US-Staats, Roland Gutierrez, sagte der Nachrichtenagentur AP am Freitag telefonisch, dies habe er aus dem texanischen Amt für öffentliche Sicherheit erfahren.

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Der Schulbezirks-Polizeichef Pete Arredondo war wegen der schleppenden Reaktion der Polizei bei dem Amoklauf am 24. Mai, bei dem ein 18-Jähriger 19 Grundschulkinder und zwei Lehrerinnen tötete, in die Kritik geraten. 17 weitere Menschen wurden bei der Attacke verletzt.

Die Behörden haben bislang keine Angaben dazu gemacht, wie andere Strafverfolgungsbeamte vor Ort mit Arredondo kommunizierten, der die kleine Polizeiabteilung des Schulbezirks leitet und für die behördenübergreifende Reaktion auf die Attacke verantwortlich war. Arredondo hat mehrere Interviewanfragen der AP unbeantwortet gelassen.

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Senator spricht von einem „Systemfehler“

Er geriet ins Blickfeld, nachdem Steven McCraw, der Leiter des texanischen Amts für öffentliche Sicherheit, erklärte, Arredondo sei davon ausgegangen, dass dem aktiven Schießen eine Geiselnahme gefolgt sei. McCraw erklärte, Arredondo habe die „falsche Entscheidung“ getroffen, als er es unterließ, Polizisten schneller aufzufordern, sich Zugang zu dem Klassenraum zu verschaffen und den Schützen zu konfrontieren.

Der Demokrat Gutierrez, der Uvalde im texanischen Senat vertritt, hatte sich am Donnerstag beschwert, dass Arredondo nicht über verzweifelte Notrufe von Schülern informiert wurde, die sich in dem Klassenraum befanden, in dem sich der Amokläufer verschanzt hatte. Gutierrez sprach von einem „Systemfehler“.

Der 18-jährige Angreifer verbrachte etwa 80 Minuten in der Grundschule. Von dem Zeitpunkt an, an dem ihm erste Strafverfolgungsbeamte in das Gebäude folgten und bis er getötet wurde, verging nach offiziellen Angaben mehr als eine Stunde.

RND/AP

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