Nach Sturm auf das US-Kapitol

Angriff mit Fahnenstange: Ex-Polizist wird zu zehn Jahren Haft verurteilt

Anhänger des damaligen US-Präsidenten Trump stürmen im Januar 2021 das US-Kapitolgebäude, wo die Abgeordneten den Sieg des gewählten Präsidenten Biden bei der Wahl im November bestätigen sollten. (Archivbild)

Anhänger des damaligen US-Präsidenten Trump stürmen im Januar 2021 das US-Kapitolgebäude, wo die Abgeordneten den Sieg des gewählten Präsidenten Biden bei der Wahl im November bestätigen sollten. (Archivbild)

Washington. Ein Mann aus New York ist für seine Rolle bei dem Angriff auf das US-Kapitol am 6. Januar 2021 zur bisher längsten Haftstrafe in dem Fall verurteilt worden.

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Thomas Webster, ein ehemaliger NYPD-Polizist, wurde am Donnerstag in Washington wegen des Angriffs auf eine Sicherheitskraft mit einer Haftstrafe von zehn Jahren belegt. Das berichteten US-Medien übereinstimmend.

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Auf einem Video, das im Prozess gezeigt wurde, war zu sehen, wie der heute 56-Jährige einen Kapitol-Polizisten mit einer Fahnenstange angreift. Auch riss er diesem dessen Gasmaske vom Gesicht. Er war bereits im Mai in allen sechs Anklagepunkten schuldig gesprochen worden. Der Täter hatte behauptet, in Notwehr gehandelt zu haben.

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Fünf Menschen starben beim Sturm auf das Kapitol

Nach Verbüßung seiner zehnjährigen Haftstrafe werde für Webster eine dreijährige Bewährungszeit gelten, ordnete Bundesrichter Amit Mehta in seinem Urteil vom Donnerstag an. Er erlaubte dem Ex-Polizisten zudem, seine Haft nicht sofort, sondern zu einem späteren Zeitpunkt anzutreten. Bundesstaatsanwälte hatten 17 Jahre und sechs Monate Gefängnis für Webster gefordert.

Anhänger des damaligen US-Präsidenten Donald Trump hatten am 6. Januar 2021 gewaltsam den Parlamentssitz in der Hauptstadt Washington gestürmt. Dort war der Kongress zusammengekommen, um den Wahlsieg von Trumps demokratischem Herausforderer Joe Biden bei der vorausgehenden Präsidentschaftswahl zu zertifizieren.

Durch die Krawalle kamen fünf Menschen ums Leben, darunter ein Polizist. Vier Polizisten, die damals dort im Einsatz waren, nahmen sich später das Leben. Trump hatte seine Anhänger kurz zuvor bei einer Kundgebung mit der Behauptung aufgewiegelt, ihm sei der Wahlsieg gestohlen worden. Seit dem 6. Januar sind nach Angaben des US-Justizministeriums mehr als 850 Menschen in Verbindung mit dem Kapitol-Sturm festgenommen worden.

RND/dpa/AP

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