Archäologen finden Sphinx-Kopf am Strand

Bei der Sphinx handelt es sich um eine Filmrequisite.

Bei der Sphinx handelt es sich um eine Filmrequisite.

Guadalupe Nipomo. Nanu, wie kommt die denn dort hin? Am Strand von Guadalupe Nipomo im Süden von San Francisco haben Archäologen einen überraschenden Fund gemacht. Anfang November stießen die Wissenschaftler der Ausgrabungsstätte auf eine monumentale Sphinx-Statue, die in den denkmalgeschützten Dünen vergraben war.

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Bei dem Fundstück handelt es sich jedoch nicht um einen ägyptisches Bauwerk, das aus unerfindlichen Gründen auf dem falschen Kontinent gelandet ist. Stattdessen liegt am Strand ein Stück Hollywood-Geschichte. Die Sphinx ist eine Requisite aus dem Stummfilm „Die zehn Gebote“ von Regisseur Cecil B. DeMilles.

Helfer transportieren den Kopf in einen Lagerraum des Guadalupe-Nipono Dünen Centers. Hier wird die Sphinx restauriert.

Helfer transportieren den Kopf in einen Lagerraum des Guadalupe-Nipono Dünen Centers. Hier wird die Sphinx restauriert.

Der Film aus dem Jahr 1923 erzählt die Bibelgeschichte vom Auszug der Juden aus Ägypten. DeMilles habe für seine „Zehn Gebote“ in den Dünen vor etwa hundert Jahren „das größte Set der Filmgeschichte“ errichten lassen, heißt es auf der Webseite der Ausgrabungsstätte.

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21 Sphinx-Statuen im Sand

„Der Originalfilm zeigte Bauwerke mit einer Höhe von bis zu zwölf Stockwerken sowie 21 „Sphinx“-Statuen“, erläuterte der Direktor des zu einem Museum ausgebauten Dünenzentrums, Doug Jenzen, der Zeitung „The Tribune“. Der ausgegrabene Kopf sei schätzungsweise 140 Kilogramm schwer. Er gehöre zur zweiten „Sphinx“, die Archäologen relativ gut erhalten in den Dünen von Guadalupe Nipomo ans Tageslicht brachten.

Das Gebiet liegt etwa 275 Kilometer nordwestlich von Los Angeles. DeMille hatte 1923 nach der Fertigstellung des Filmes die Zerstörung aller Kulissen angeordnet und die Bruchstücke im Sand vergraben lassen. Filmfans hatten sich etwa 60 Jahre später auf die Suche nach den Kulissen gemacht. Über ihre Bergung wurde später eine Dokumentation mit dem Titel „The Lost City of Cecil B. DeMille“ gedreht.

Von RND/dpa/mkr

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