Bank fragt: Wer hat 2 Cent verloren?

In der Magdeburger Bundesbank-Filiale sind zwei Cent gefunden wurden – jetzt wird der Besitzer gesucht (Symbolbild).

In der Magdeburger Bundesbank-Filiale sind zwei Cent gefunden wurden – jetzt wird der Besitzer gesucht (Symbolbild).

Magdeburg/Hannover. Man könnte denken, es handle sich um einen Scherz. Aber das ist es nicht, versichert Dirk Gerlach, Sprecher der Bundesbank-Hauptverwaltung in Hannover. Seine Kollegen in Magdeburg suchen tatsächlich den Besitzer einer Zwei-Cent-Münze. Dafür haben sie sogar einen öffentlichen Aushang in der Filiale gemacht.

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Einigen Magdeburgern war dieser Aushang aufgefallen. Sie fotografierten sie und veröffentlichten das Foto auf Facebook und Twitter. Demnach hatten die Mitarbeiter der Magdeburger Bundesbank-Filiale am 25. Januar "einen Betrag von 0,02 Euro gefunden" – aber ihnen gehört das Geld nicht. Der Bank auch nicht. Und was ihnen nicht gehört, das behalten sie auch nicht. Deshalb suchen sie nach dem Besitzer.

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„In Geldsachen neigen Notenbanken nun einmal zu Genauigkeit“

„Eventuelle Rechte an der Fundsache sind innerhalb von 6 Wochen bei der Filialleitung anzumelden“, schreiben die Bundesbank-Mitarbeiter im Aushang. „Gerade wenn es sich um ein Kundengeschäft handelt, kann man auch kleine Beträge nicht einfach unter den Tisch fallen lassen“, erklärte Gerlach am Freitag auf Nachfrage. „Dass zwei Cent nicht gerade viel sind, wissen wir auch, doch wo soll man die Grenze ziehen? In Geldsachen neigen Notenbanken nun einmal zu Genauigkeit.“

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Auf Facebook und Twitter war schon gespottet worden, dass der bürokratische Aufwand größer sei als der Geldbetrag, um den es gehe. Einige schrieben: „Typisch deutsch.“ Dazu sagte der Bundesbank-Sprecher.„Fundsache ist Fundsache, und eine solche ist unseren Dienstbestimmungen gemäß anzuzeigen.“ In anderen Banken sei das sicherlich nicht anders. „Alles korrekt also; der entsprechende Aufwand – so groß übrigens nicht, das ist ja Routine – ist eben hinzunehmen.“

Und vielleicht zahlt sich der Aufwand für die Bundesbank auch noch aus: Sollte sich niemand innerhalb der sechs Wochen melden, „wird das Geld zugunsten der Bank ausgebucht“, erklärte Gerlach.

Bisher hat sich auch noch niemand gemeldet. Und wenn doch – wie wird er beweisen können, dass es seine zwei Cent sind? „Sollte sich jemand melden, ließe sich durch Nachfragen ermitteln, ob der Anspruch zu Recht besteht“, erklärte der Bundesbank-Sprecher. Der Besitzer der zwei Cent werde schließlich nachweisen können, dass er am 25. Januar in der Magdeburger Bundesbank-Filiale etwas Geschäftliches erledigt habe.

Von RND/wer

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