Cornells Familie stellt Selbstmordthese infrage

Vor dem Spiel der Seattle Mariners gegen die Chicago White Sox hält das Stadion für eine Schweigeminute inne.

Vor dem Spiel der Seattle Mariners gegen die Chicago White Sox hält das Stadion für eine Schweigeminute inne.

Detroit. Die Witwe von Grunge-Musiker Chris Cornell zweifelt daran, dass ihr Mann sich aus freiem Willen das Leben genommen hat. Möglicherweise habe der 52-Jährige eine Überdosis eines Medikaments gegen Angstzustände genommen und habe nicht mehr gewusst, was er tat, sagte Vicky Cornell am Freitag. Er habe ihr am Abend seines Todes gesagt, dass er womöglich ein oder zwei Pillen Ativan zusätzlich geschluckt habe. Vor Ende der toxikologischen Untersuchung sei die Schlussfolgerung Selbstmord daher zu früh.

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Nach Angaben der Gerichtsmedizin hatte sich Cornell am Mittwochabend nach einem Konzert seiner Band Soundgarden in seinem Detroiter Hotelzimmer erhängt. Die Autopsie war aber noch nicht abgeschlossen.

Anwalt Kirk Pasich sagte. dass Cornell drogenabhängig war und Ativan verschrieben bekommen hatte. Zu dessen Nebenwirkungen zählen Schläfrigkeit und Schwindel. „Die Familie glaubt, wenn Chris sich das Leben genommen hat, dann hat er nicht gewusst, was er tat und dass Medikamente oder andere Substanzen sein Handeln beeinflusst haben“, erklärte Pasich.

In Cornells Geburtsstadt Seattle legten Fans Blumen nieder. Sie versammelten sich unter anderem im Magnuson Park vor der Sound-Garden-Kunstskulptur, nach der Cornells Band Soundgarden benannt worden war. An der weltberühmten Space Needle wurden im Gedenken an Cornell am Donnerstagabend für eine Stunde die Lichter ausgeschaltet.

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Von RND/dpa/ap

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