Emma Watson: „Liebe kann Äußerlichkeiten besiegen“

Emma Watson.

Emma Watson.

Los Angeles. Es heißt, der erste Eindruck zählt. „Natürlich ziehen einen anfangs die reinen Äußerlichkeiten an“, sagte die Schauspielerin Emma Watson im Interview mit den Zeitungen des RedaktionsNetzwerks Deutschland (RND). „Wenn ein Mann sehr attraktiv ist, dann ist er erst einmal sehr reizvoll. Doch diese oberflächliche Chemie verfliegt schnell.“

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Frage: Frau Watson, in „Die Schöne und das Biest“ spielen Sie die Hauptrolle in einem Disney-Märchen. Welche Qualitäten muss Ihr Traumprinz denn mitbringen?

Emma Watson: Unter anderem die, die ich auch am Biest so liebe: Dass er so menschlich handelt. Dass er sein eigenes Glück für die Frau, die er liebt, opfert. Dass ihm das Wohl des anderen wichtiger ist als sein eigenes. Das sind unglaublich tolle Qualitäten.

Woher wissen Sie, dass der Mann Ihnen nicht was vormacht?

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Ich vertraue auf meine gute Intuition bei Menschen. Bisher konnte ich mich immer auf meine Instinkte verlassen. Sie haben mich nie getäuscht.

Wenn ein Mann alle wichtigen inneren Werte besitzt, doch äußerlich abschreckend ist, könnten Sie sich in ihn verlieben?

Auf jeden Fall. Natürlich ziehen einen anfangs die reinen Äußerlichkeiten an. Wenn ein Mann sehr attraktiv ist, dann ist er erst einmal sehr reizvoll. Doch diese oberflächliche Chemie verfliegt schnell. Wenn er für mich auf längere Sicht interessant bleiben will, dann muss es Gemeinsamkeiten geben. Er muss die Fähigkeit haben, mich an seiner Seite gut fühlen zu lassen. Grundsätzlich kann Liebe immer Äußerlichkeiten besiegen.

So wie bei Melania und Donald Trump, die viele an „Die Schöne und das Biest“ erinnert?

(lacht) Von der Seite habe ich das noch gar nicht betrachtet.

Ihre politischen Ansichten verstecken Sie nicht. Sie haben sogar beim Frauenmarsch in Washington gegen die Politik von Präsident Trump teilgenommen.

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Ja, es war meine erste Demonstration und etwas ganz Besonderes für mich. Nicht zuletzt weil meine Mutter dafür extra aus England eingeflogen ist. Das hat mich tief berührt. Und dann zu sehen, wie viele von uns mit dabei waren, wie stark wir sein können, wenn wir vereint sind. Das ist ein tolles Gefühl.

Eine Kinobesitzerin in Alabama hat angekündigt, „Die Schöne und das Biest“ nicht zeigen zu wollen, weil darin eine schwule Figur vorkommt. Macht Sie das wütend?

Die Frau sollte sich den Film erst einmal anschauen, bevor sie solche Entscheidungen trifft. Für mich repräsentiert dieser Film die Vielfältigkeit unserer Gesellschaft. Es ist wichtig, jeden Menschen zu repräsentieren und zu respektieren.

Auf der ganzen Welt kennt man Sie als Hermine. Wie schwer war es für Sie, nach dem Ende von „Harry Potter“ einen Neuanfang zu starten?

Sehr. Mein ganzes Leben war auf den Kopf gestellt. Ich habe diese Rolle über zwölf Jahre lang gespielt und plötzlich stand ich vor der Frage „Was nun?“. Deshalb hatte ich mich entschieden, erst einmal einen anderen Weg einzuschlagen und auf die Uni zu gehen. Ich wollte einfach eine neue Lebensperspektive gewinnen und mich dann darauf konzentrieren, was ich im Leben will.

Sie haben seit jungen Jahren schon Millionen auf dem Konto. Wie können Sie mit Geld umgehen?

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Ich fühle mich so unendlich privilegiert, in der Situation zu sein, dass ich finanziell sorglos leben kann. Das gibt mir eine unglaubliche Freiheit und das Glück, nicht über Geld nachdenken zu müssen. So kann ich auch leicht sagen, dass Geld keine große Rolle für mich spielt.

Sie beweisen im Film, dass Sie eine sehr gute Stimme haben. Wie lange singen Sie schon?

Vielen Dank! Ich nehme schon seit Jahren Gesangsunterricht. Weil das auch meiner Stimme hilft, kräftiger rüberzukommen. Ich würde gerne mehr Film-Musicals drehen.

Wenn man schön und berühmt ist, hat man Verehrer. Was machen Sie mit denen, die aufdringlich sein.

Ich hatte bisher das Glück, dass ich noch nie einen zu aufdringlichen Kerl abwimmeln musste. Grundsätzlich sollte man als Frau immer ehrlich sein, aber seine Gefühle auch mit Takt und nett rüberbringen. Ich will einem solchen Mann nicht wehtun, ihm aber auch keine Hoffnung machen.

Sie sind in England aufgewachsen und in Amerika aufs College gegangen. Wo leben Sie eigentlich gerade?

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Ich würde nie verraten, wo ich wohne oder meine Freizeit verbringe. Das ist meine Privatsphäre und die einzige Chance für mich, ein normales Leben zu führen. Ich hoffe, das verstehen und respektieren Sie!

Von Dierk Sindermann/RND

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