Festnahmen bei Razzien gegen Goldmünzen-Diebe

Bis März 2017 besaß das Bode-Museum in Berlin diese massive Goldmünze. Dann wurde sie gestohlen.

Bis März 2017 besaß das Bode-Museum in Berlin diese massive Goldmünze. Dann wurde sie gestohlen.

Berlin. Dreieinhalb Monate nach dem Diebstahl einer zentnerschweren Goldmünze aus dem Berliner Bode-Museum hat die Polizei bei einem Großeinsatz vier Tatverdächtige festgenommen. Die Männer sollen laut Medienberichten zwischen 18 und 20 Jahre alt sein. Sie alle, das sagte Oberstaatsanwältin Martina Lamb, sollen einem arabischen Familienclan angehören. Die Tat gehe auf eine organisierte Bandenstruktur zurück. Die Ermittlungen richteten sich gegen neun weitere Personen aus dem Bereich des Clans.

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Erst vor wenigen Tagen hatte die Polizei ein Fahndungsvideo veröffentlicht, dass drei mit schwarzen Kapuzen vermummte junge Männer in der S-Bahnstation Hackescher Markt zeigt. Mutmaßlich zeigen die Aufnahmen die Täter.

Bis zu 300 Polizisten waren an dem Einsatz beteiligt. Ein Spezialeinsatzkommando rückte am Mittwochmorgen aus und durchsuchte mehrere Wohnungen im Stadtteil Neukölln. Die Durchsuchungen dauerten noch am Vormittag an, darunter war auch ein arabisches Juweliergeschäft in der Sonnenallee. Die Ermittler gehen davon aus, dass die Münze eingeschmolzen wurde.

Die zwei Zentner schwere kanadische Goldmünze mit dem Bild von Königin Elizabeth II. war im März aus dem Bode-Museum gestohlen worden. Ihr Wert wird auf etwa 3,7 Millionen Euro geschätzt. Wegen der Schwere der Münze ging die Polizei von Anfang an von mehreren Tätern aus.

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Fünf Exemplare gibt es weltweit

Das Goldstück namens „Big Maple Leaf“, 2007 in nur fünf Exemplaren von der Königlichen Kanadischen Münze geprägt, war die Leihgabe eines Privatmanns an das Bode-Museum. Die Polizei ging damals davon aus, dass die Diebe die Münze einschmelzen und in kleineren Portionen zu Geld machen wollen.

Im Bode-Museum, das zum Weltkulturerbe Museumsinsel gehört, waren nach dem Diebstahl die Sicherheitsvorkehrungen verstärkt worden. Die Täter waren am frühen Morgen über die direkt an dem Museum vorbeiführende S-Bahntrasse in das Gebäude eingestiegen. Eine Leiter und eine Schubkarre ließen sie in der Nähe stehen.

Von RND/dpa

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