Kontrolle am Frankfurter Flughafen

Gesundheitsbehördenchef aus Kenia wirft Bundespolizei Rassismus vor

Ein Mann geht durch die automatisierte Kontrollschranke bei Einreise am Flughafen Frankfurt. (Archivfoto)

Ein Mann geht durch die automatisierte Kontrollschranke bei Einreise am Flughafen Frankfurt. (Archivfoto)

Frankfurt/Main. Ein hochrangiger Funktionär der afrikanischen Gesundheitsbehörde CDC hat der Bundespolizei am Frankfurter Flughafen rassistisches Verhalten vorgeworfen. Er sei beim Versuch der Einreise schlecht behandelt worden, schrieb der aus Kenia stammende, amtierende Direktor der Gesundheitsbehörde CDC, Ahmed Ogwell, am Samstag auf Twitter. Das Einwanderungspersonal habe ihm vorgeworfen, illegal im Land bleiben zu wollen.

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Die Bundespolizei wies die Vorwürfe zurück. Die Einreisebefragung und die Fahndungsabfragen hätten insgesamt vier Minuten gedauert und seien in jeder Hinsicht rechtmäßig durchgeführt worden, erklärte ein Sprecher. Es habe sich um eine standardisierte Einreiseüberprüfung eines visapflichtigen Drittstaatenangehörigen gehandelt. Dieser habe sich unkooperativ verhalten.

Ogwell befand sich auf dem Weg zur Internationalen Gesundheitskonferenz „World Health Summit“ in Berlin, die an diesem Sonntag beginnen soll und zu der auch Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) als Redner eingeladen ist. Man werde eingeladen und dann schlecht behandelt, kritisierte Ogwell. Zwischenzeitlich erwog Ogwell ausweislich seiner Tweets, nach Afrika zurückzureisen, sah dann aber davon ab. Die Organisatoren der Konferenz erklärten am Nachmittag auf Anfrage, Ogwell befinde sich im Konferenzhotel in Berlin.

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WHO-Generaldirektor äußert sich besorgt

WHO-Generaldirektor Tedros Adhanom Ghebreyesus äußerte sich auf Twitter besorgt und schrieb, er hoffe, die Situation kläre sich rasch. Ogwell und die afrikanische CDC seien sehr wichtige Stimmen auf der Konferenz. Es sei von entscheidender Bedeutung, dass alle Teilnehmer aus Afrika und anderen Ländern respektvoll behandelt würden.

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Die Betreiberfirma des Frankfurter Flughafens, Fraport, erklärte, man bedauere den Vorfall. Als internationaler Flughafen heiße man alle Passagiere willkommen und toleriere keine Form von Diskriminierung oder Rassismus. Ogwell solle schriftlich weitere Informationen über den Vorfall einreichen. Fraport empfahl zudem, der Bundespolizei Rückmeldung zu geben.

RND/dpa

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