Wohl vier Personen an Bord

Nach Flugzeugabsturz von führungslosem Businessjet: Wrack in der Ostsee entdeckt – aber keine Spur von den Insassen

Eine Person zeigt mit einem Stift auf die letzte bekannte Position der Cessna mit der Kennung OE-FGR.

Eine Person zeigt mit einem Stift auf die letzte bekannte Position der Cessna mit der Kennung OE-FGR.

Riga. Nach dem rätselhaften Absturz eines Flugzeugs in der Ostsee fehlt weiterhin jede Spur von den Insassen. Nach Angaben des lettischen Seerettungskoordinationszentrums seien bei der nächtlichen Suchaktion ein Wrack und Trümmerteile im Meer entdeckt worden.

Weiterlesen nach der Anzeige
Weiterlesen nach der Anzeige

Bis zum Montagmorgen seien aber noch keine Passagiere gefunden worden, sagte Behördenleiter Peteris Subbota im lettischen Fernsehen. Das Wrack soll nun in die Hafenstadt Ventspils gebracht werden.

Privatflugzeug mit vier Insassen über der Ostsee abgestürzt

Die Cessna 551 war offenbar weite Strecken ohne Kontrolle des Piloten über Europa geflogen. Die vier Insassen wohl bei dem Absturz ums Leben gekommen.

Weiterlesen nach der Anzeige
Weiterlesen nach der Anzeige

Flugzeugabsturz in der Ostsee: Lettische Behörden leiten die Suche

Das Privatflugzeug war am Sonntag auf dem Weg von Spanien nach Köln bis über die Ostsee geflogen und dort am Abend vor der Küste Lettlands ins Meer gestürzt. Nach Informationen, die dem Rettungsdienst vorliegen, befanden sich vier Personen an Bord, wie Subbota sagte. Allerdings sei die Kommunikation mit dem Flugzeug vor dem Unfall für lange Zeit unterbrochen gewesen.

Übereinstimmenden Medienberichten zufolge gehörte das Flugzeug vom Hersteller Cessna Peter Griesemann (72), Chef der Griesemann-Gruppe und Ehrenpräsident der Kölner Karnevalsgesellschafft „Blaue Funken“. Zur Griesemann-Gruppe gehöre unter anderem eine Chartergesellschaft für Privatjets. Der Unternehmer und Pilot der Maschine habe demnach neben seiner Frau auch seine Tochter, die selbst auch eine Fluglizenz besitze, und ihren Freund an Bord gehabt.

Die Suchaktion findet nach Angaben des Leiters der lettischen Seerettung derzeit in einem sechs mal sechs Kilometer großen Gebiet statt. Die Ostsee sei an dieser Stelle etwa 60 Meter tief. Dass der genaue Ort und Zeitpunkt des Unfalls bekannt sind, erleichtere die Suche. Wie die schwedische See- und Flugrettungszentrale mitteilte, haben lettische Behörden die Leitung der Suche übernommen. Sie werden demnach von Einsatzkräften aus Estland und Litauen unterstützt.

Flugzeugabsturz in der Ostsee: Einsatzkräfte finden Körperteile

Nach dem Absturz eines Flugzeugs in die Ostsee haben Retter bei ihrer Suchaktion menschliche Überreste gefunden.

Weiterlesen nach der Anzeige
Weiterlesen nach der Anzeige

Flugzeugabsturz in der Ostsee: Suche nach Ursache

Viele Fragen zum Unglück und dessen Ursache blieben am Montag weiter offen. Der Flugsicherheitsexperte Hans Kjäll vermutet nach Angaben des schwedischen Rundfunksenders SVT, dass es einen Druckabfall in der Kabine des Flugzeugs gegeben haben könnte, worauf die Insassen bewusstlos geworden seien.

Das Flugzeug sei in einer Höhe von etwa 11.000 Metern unterwegs gewesen, wo der Luftdruck niedrig sei. Komme es in solch einer Höhe zu einem Druckabfall, könne man damit rechnen, bewusstlos zu werden, sagte er demnach.

RND/dpa/sic

Mehr aus Mecklenburg-Vorpommern

 
 
 
 
 
Anzeige
Anzeige
Empfohlener redaktioneller Inhalt

An dieser Stelle finden Sie einen externen Inhalt von Outbrain UK Ltd, der den Artikel ergänzt. Sie können ihn sich mit einem Klick anzeigen lassen.

 

Ich bin damit einverstanden, dass mir externe Inhalte angezeigt werden. Damit können personenbezogene Daten an Drittplattformen übermittelt werden. Mehr dazu in unseren Datenschutzhinweisen.

Letzte Meldungen