Griechenland: Neue Waldbrände bei Athen – mehrere Ortschaften evakuiert

Dunkler Rauch steigt von einem Waldbrand im Dorf Siderina auf, etwa 55 Kilometer südlich von Athen.

Dunkler Rauch steigt von einem Waldbrand im Dorf Siderina auf, etwa 55 Kilometer südlich von Athen.

Die Serie der Waldbrände in Griechenland nimmt kein Ende. Wenige Tage, nachdem die verheerenden Feuer auf der Insel Euböa und auf der Halbinsel Peloponnes gelöscht werden konnten, flammten am Montag in der Umgebung der Hauptstadt Athen zwei neue Brände auf.

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Mehrere Ortschaften mussten evakuiert werden

Bei der Kleinstadt Keratea südöstlich Athens geriet am Vormittag aus ungeklärter Ursache ein Buschgebiet in Brand. Starke Nordwinde fachten die Flammen an. Obwohl die Feuerwehren mit Löschmannschaften am Boden und Flugzeugen sowie Hubschraubern schnell vor Ort waren, breitete sich das Feuer rasend schnell aus. Die kilometerlange Flammenfront bewegte sich auf den Nationalpark von Sounion zu. Die Feuerwehren versuchten mit massivem Einsatz, ein Übergreifen des Brandes auf den dicht bewaldeten Park zu verhindern. 91 Feuerwehrleute mit 34 Löschfahrzeugen am Boden wurden aus der Luft von sechs Wasserbombern und sechs Löschhubschraubern unterstützt. Mehrere Ortschaften mussten evakuiert werden. Augenzeugen berichteten am Montagnachmittag, das Feuer habe bereits einige Häuser zerstört oder beschädigt. Der Bürgermeister der Gemeinde Lavreotiki, Dimitris Loukas, äußerte im Rundfunk den Verdacht, das Feuer gehe auf Brandstiftung zurück. Ein Bediensteter der Gemeinde habe gesehen, wie Unbekannte aus einem Auto heraus eine brennende Lunte in einen Müllcontainer geworfen hätten.

Fünf Hubschrauber und acht Löschflugzeuge unterstützten die Feuerwehren auch bei dem zweiten großen Brand, der am Montagnachmittag in einem Pinienwald bei der Ortschaft Vilia nordwestlich Athens ausbrach. Trotz des Einsatzes von 61 Feuerwehrleuten mit 25 Löschfahrzeugen geriet der Brand außer Kontrolle. Sechs Ortschaften wurden vorsichtshalber evakuiert. Der Wind und das bergige, unwegsame Gelände erschwerten die Bekämpfung der Flammen.

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Die griechischen Feuerwehren kämpften in den vergangenen zwei Wochen während der längsten Hitzewelle seit Jahrzehnten gegen mehr als 600 Waldbrände. Unterstützt wurden sie von Löschmannschaften aus 24 Ländern, darunter auch Deutschland, Österreich und der Schweiz. Die meisten ausländischen Feuerwehren waren am Montag bereits wieder abgerückt. Auf der Halbinsel Peloponnes befanden sich noch 40 Österreicher in Bereitschaft.

Trotz der massiven Feuerwehreinsätze sind in diesem Sommer in Griechenland bereits rund 90.000 Hektar Wald, Buschland und landwirtschaftliche Anbauflächen abgebrannt. Das sind die schwersten Brandschäden seit 2007. Damals vernichteten riesige Brände rund 180.000 Hektar Land.

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