Mehrere Personen schwer verletzt

Mehrfamilienhaus in NRW explodiert: Frau tot aus den Trümmern geborgen

Rettungsdienste sind mit schwerem Gerät im Einsatz, nachdem bei einer Explosion im sauerländischen Hemer ein Mehrparteienhaus vollständig eingestürzt ist. Bis zum frühen Samstagmorgen konnten vier Menschen verletzt aus den Trümmern geborgen werden.

Rettungsdienste sind mit schwerem Gerät im Einsatz, nachdem bei einer Explosion im sauerländischen Hemer ein Mehrparteienhaus vollständig eingestürzt ist. Bis zum frühen Samstagmorgen konnten vier Menschen verletzt aus den Trümmern geborgen werden.

Hemer. Luftaufnahmen zeigen ein Trümmerfeld, wo zuvor noch ein Mehrfamilienhaus stand. Eine Explosion hat im sauerländischen Hemer am Freitagabend für Bilder völliger Verwüstung gesorgt. Polizei und Feuerwehr gehen von einer Gasexplosion aus. Die genaue Ursache war aber zunächst noch unklar. Bis zum frühen Samstagmorgen konnten vier Menschen verletzt aus den Trümmern geborgen werden.

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Die Explosion hat nun ein erstes Todesopfer gefordert. Samstagmorgen wurde eine Frau tot aus den Trümmern geborgen, bestätigt Andreas Schulte, Sprecher der Feuerwehr Hemer im Gespräch mit dem Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND). Die Einsatzkräfte konnten zwischenzeitlich noch Kontakt zu ihr aufnehmen. Dieser sei aber wieder abgebrochen.

Keine Menschen mehr unter den Trümmern

Damit soll sie letzte Person aus den Trümmern geborgen worden sein: „Wir gehen davon aus, dass wir nun alle gefunden haben“, sagte Schulte. „Wir sind erstmal froh, dass wir zwei Menschen retten konnten“, erklärte der Feuerwehrsprecher weiter. Die Unglücksstelle sei inzwischen an die Kriminalpolizei für die weiteren Ermittlungen übergeben worden. „Wir unterstützen noch weiter mit unserem Personal“, sagte Schulte.

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In der Nacht zum Samstag hatten Rettungskräfte gegen 3.00 Uhr zunächst einen Mann und wenig später eine Frau aus den Überresten des Hauses geborgen. Nach Angaben von Feuerwehrsprecher Andreas Schulte schwebten beide auch am Samstagmorgen noch „in akuter Lebensgefahr“. Sie wurden zunächst vor Ort medizinisch behandelt und sollten in eine Klinik gebracht werden.

Bei einer Explosion im sauerländischen Hemer ist ein Mehrparteienhaus vollständig eingestürzt.

Bei einer Explosion im sauerländischen Hemer ist ein Mehrparteienhaus vollständig eingestürzt.

Für die Feuerwehr galt es vorsichtig, aber auch schnell zu den Verschütteten vorzustoßen. „Wir haben uns ganz behutsam vorgearbeitet, sodass wir sie ansprechen konnten und berühren konnten“, sagte Schulte. „Teilweise kopfüber“, fügte er hinzu. „Das war mühsame Arbeit.“

Bereits am Freitagabend waren zwei Verletzte geborgen worden. Eines der Opfer befand sich mit schweren Verletzungen im Krankenhaus, sei aber nicht in Lebensgefahr. Der Mann habe weit oben auf dem Trümmerberg gelegen, berichtete Feuerwehrsprecher Schulte. Die andere Person war den Angaben zufolge nur leicht verletzt worden.

Komplette Zerstörung nach Explosion

Bei dem Haus soll es sich um ein Sechs-Parteien-Haus mit acht Bewohnern gehandelt haben. Drei der insgesamt acht Hausbewohner seien zum Zeitpunkt des Einsturzes wohl nicht zu Hause gewesen, hieß es von der Polizei. Das Gebäude sei komplett eingestürzt. „Es steht kein Stein mehr auf dem anderen“, sagte Feuerwehrsprecher Schulte. „Ich habe schon einige Gebäude nach einer Gasexplosion erlebt, aber eine komplette Zerstörung in einem solchen Ausmaß habe ich selbst noch nicht vorgefunden“, fügte er später hinzu.

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Ein Statiker musste derweil klären, ob und wie viel die Nachbarhäuser abbekommen hatten. Für den Fall einer Evakuierung stand ein Bus bereit. Der Bereich um den Unglücksort wurde weiträumig abgesperrt. Wie viele Menschen zum Zeitpunkt des Unglücks in dem Haus waren, war noch unklar. Hemer ist eine 34 000-Einwohner-Stadt im Märkischen Kreis im Sauerland. Es ist die östliche Nachbarstadt von Iserlohn.

Am späten Vormittag wurden NRW-Innenminister Herbert Reul (CDU) sowie der Landrat des Märkischen Kreises, Marco Voge (CDU), und Hemers Bürgermeister Christian Schweitzer (CDU) an der Unglücksstelle in Hemer erwartet, um sich vor Ort einen Eindruck zu verschaffen und den mehr als 300 Rettungskräften von Feuerwehr, Polizei, THW und Rotem Kreuz zu danken. „Mehr als 300 Rettungskräfte haben bisher alles gegeben und unsere größte Anerkennung verdient“, schrieb Bürgermeister Schweitzer auf seiner Facebook-Seite.

RND/dpa/vkoe

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