„Hyperaktiver“ Blitzer erwischt selbst die Polizei

Ein defektes Blitzgerät hat in Schwerin etliche Autofahrer irritiert (Symbolfoto)

Ein defektes Blitzgerät hat in Schwerin etliche Autofahrer irritiert (Symbolfoto)

Schwerin. So eine Blitzerquote gibt es auch nicht alle Tage: Hunderte Autofahrer sind binnen weniger Stunden an einer Hauptkreuzung in Schwerin geblitzt worden. Dass sich diese dabei an die Verkehrsregeln hielten, war dem blitzfreudigen Gerät, das eigentlich nur Rotsünder an der Kreuzung erwischen sollte, egal. Es blitzte – und blitzte – und blitzte.

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Selbst den Polizei-Sprecher hat es erwischt

Zahlreiche Autofahrer reagierten verunsichert, viele riefen bei der Polizei an. Dort war das Verständnis groß – denn selbst der Polizeisprecher wurde vom „äußerst hyperaktiven Blitzer“ erwischt, wie das „Opfer“ anmerkte.

Mittlerweile ist der Blitzspuk an der vierspurigen Kreuzung – zwischen einem Einkaufscenter und einem Plattenbaugebiet – vorbei. Die Stadt Schwerin hat das Gerät außer Betrieb genommen. „Der Rotlicht-Blitzer ist technisch defekt“, sagte der stellvertretende Leiter des Fachdienstes Ordnung, Sven Walter.

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Erinnerungen an die Knöllchen-Panne auf der A3

Klar ist nun auch: Keiner der „Abschüsse“ wird Folgen haben: Wer seit Montag vom dem Gerät geblitzt wurde, werde keine Post von der Stadtverwaltung erhalten, versichert die Stadt. „Die Blitzerfotos werten wir nicht aus“, sagt Walter.

Der Fall in Schwerin ist kein Einzelfall. Für Aufsehen sorgte erst vor wenigen Wochen die sogenannte Knöllchen-Panne auf der A3 bei Köln: Fast 470.000 Mal löste dort eine stationäre Überwachungsanlage in einer Baustelle aus. Weil die Stadt aber versäumt hatte, ein Schild über das dort geltende Tempolimit aufzustellen, musste die Stadt zurückrudern – und die Bußgelder zurückzahlen.

Von zys/RND/dpa

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