Deutsche Impfgegner

In Paraguay untergetaucht: Staatsanwältin warnt vor Trauma für Kinder

Anne Maja Reiniger-Egler aus Deutschland (l) spricht mit Staatsanwältin Carina Sanchez während einer Pressekonferenz.

Anne Maja Reiniger-Egler aus Deutschland (l) spricht mit Staatsanwältin Carina Sanchez während einer Pressekonferenz.

Paraguay. In dem Fall von mutmaßlicher Kindesentziehung von zwei deutschen Mädchen in Paraguay warnt die ermittelnde Staatsanwältin vor einem Trauma für die Kinder. „Sie fliehen von einem Ort zum nächsten, sie haben kein festes Zuhause“, sagte Carina Sánchez in einem Interview mit dem Sender RTL. „Das ist offensichtlich keine normale Situation für Kinder“, erklärt die Staatanwältin. Hinzu komme, dass die beiden Mädchen sich in einem für sie fremden Land befinden und dort die Sprache nicht sprechen können.

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Die Staatsanwältin betonte weiter: „Die fundamentalen Rechte der Mädchen werden verletzt.“ Denn den Kindern werde nicht nur der Kontakt zu ihren anderen Elternteilen verwehrt, sondern auch die Grundrechte auf Gesundheitsversorgung und auf Bildung. „Das Beste wäre, wenn sie sich selbst freiwillig bei den Behörden melden“, so Sanchez. Sie wolle nicht, dass die Mädchen unnötig leiden müssten.

Der Vater des zehnjährigen Mädchens und die Mutter des elfjährigen Mädchens sind in zweiter Ehe miteinander verheiratet und sollen im November vergangenen Jahres mit den beiden Kindern ohne die Zustimmung ihrer jeweiligen Ex-Partner nach Paraguay gereist sein. Medienberichten zufolge hinterließ das Paar einen Abschiedsbrief, in dem es sich gegen eine Impfung der Mädchen gegen das Coronavirus aussprach.

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Gegen das Paar liegt nach Angaben der paraguayischen Staatsanwaltschaft ein über die internationale Polizeibehörde Interpol verbreiteter Haftbefehl vor. Erst Anfang der Woche hatte sich Anne Maja Reiniger-Egler, die Mutter der Elfjährigen, in einer Pressekonferenz geäußert: „Bitte melde dich und beende diese fürchterliche Situation“, sagte die Mutter in Richtung ihres Ex-Mannes.

RND/phfi

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