Homosexualität unter Strafe

Lesbische Aktivistinnen im Iran zum Tode verurteilt

Protest gegen die Verhängung der Todesstrafe für Homosexuelle im Iran (Archivfoto).

Protest gegen die Verhängung der Todesstrafe für Homosexuelle im Iran (Archivfoto).

Zwei lesbische Aktivistinnen sind im Iran zum Tode verurteilt worden. Ein Gericht in der Stadt Urmia im Nordwesten des Landes habe die beiden 31 und 24 Jahre alten Frauen der „Verbreitung der Korruption auf Erden“ für schuldig befunden, berichtet die Nachrichtenagentur AFP unter Berufung auf die Menschenrechtsorganisation Hengaw Kurdish.

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„Es ist das erste Mal, dass eine Frau im Iran wegen ihrer sexuellen Orientierung zum Tode verurteilt wurde“, sagte Shadi Amin, eine Koordinatorin der in Deutschland ansässigen iranischen LGBTQ+-Organisation 6Rang gegenüber AFP. Die beiden Frauen, die sich seit Monaten in Haft befinden, wüssten seit vergangenem Donnerstag von dem Urteil. Amin forderte Deutschland und andere ausländische Regierungen auf, Druck auf den Iran auszuüben, um die Freilassung der beiden Frauen zu erwirken.

Bei der 31-Jährigen handelt es sich den Angaben zufolge um eine prominente LGBTQ-Aktivistin. Sie sei im Oktober bei einem Fluchtversuch in die Türkei festgenommen worden. Amnesty International teilte im Januar mit, dass sie wegen ihrer öffentlichen Verteidigung der Rechte von Homosexuellen auf ihren Social-Media-Plattformen angeklagt worden sei.

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Homosexualität ist im Iran gesellschaftlich tabuisiert, homosexuelle Handlungen werden mit der Todesstrafe bestraft. Seit der Islamischen Revolution von 1978 wurden im Iran Tausende homosexuelle Männer öffentlich hingerichtet.

RND/seb

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