Klimaaktivistin muss sich auf Polizeiwache angeblich vollständig ausziehen: „Ich stand völlig nackt da“

„Ich habe Angst vor Hunger und Verteilungskampf wegen der Klimakrise“: Die Aktivistin Lynn wurde bei einer Sitzblockade in Osnabrück mit zur Wache genommen. Was danach geschah, ist umstritten.

„Ich habe Angst vor Hunger und Verteilungskampf wegen der Klimakrise“: Die Aktivistin Lynn wurde bei einer Sitzblockade in Osnabrück mit zur Wache genommen. Was danach geschah, ist umstritten.

Osnabrück. Am vergangenen Samstag haben eine junge Frau und ein junger Mann aus dem Umfeld der Umweltschutzgruppe Extinction Rebellion eine Sitzblockade in der Osnabrücker Innenstadt veranstaltet. Anschließend soll die Aktivistin auf einer Polizeidienststelle dazu gezwungen worden sein, sich vollständig zu entkleiden, sagte sie gegenüber der „taz“.

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Die junge Frau sei von zwei Polizeibeamten von der Straße getragen und anschließend mit zur Wache genommen worden, da sie sich geweigert habe, ihre Personalien preiszugeben. Auf der Wache habe sich die Frau zur Identitätsfeststellung ausziehen müssen. „Das war definitiv eine Machtdemonstration. Ich stand völlig nackt da“, sagte sie der „Hannoverschen Allgemeinen Zeitung“ (HAZ).

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Polizei bestreitet Vorwürfe

Die Beamten und Beamtinnen hingegen bestreiten diese Darstellung. Es habe „keine ganzheitliche Entkleidung der Person stattgefunden“, sagte Kommissar Jannis Gervelmeyer von der Polizeiinspektion Osnabrück der „HAZ“. Sie habe „ausgewählte Kleidungsstücke“ ablegen müssen, „damit die Polizistinnen diese nach Personaldokumenten durchsuchen konnten“.

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Die Grünen fordern im Landtag nun eine Aufklärung des Falls. Gegen die Aktivistin wird wegen Nötigung im Straßenverkehr ermittelt. Die Aktivisten und Aktivistinnen hatten sich auf die Straße am Domhof in Osnabrück gesetzt, um auf die Folgen der Klimaerwärmung aufmerksam zu machen.

RND/jle

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