Räuberbande „Pink Panther“

Prozess gegen mutmaßlichen Juwelendieb: Angeklagter schweigt vor Gericht

Polizeikräfte stehen schwer bewaffnet vor dem Landgericht Köln, wo der Prozess gegen ein mutmaßliches Mitglied der international tätigen Juwelen-Räuberbande "Pink Panther" stattfindet.

Köln. Schwer bewaffnete Polizei vor und im Gericht: Vor dem Kölner Landgericht hat ein Prozess gegen ein mutmaßliches Mitglied der Juwelen-Räuberbande „Pink Panther“ begonnen. Dem 34-Jährigen wird die Beteiligung an drei Überfällen auf Juweliere in Köln und auf einen Werttransporter in Esslingen in den Jahren 2015 und 2016 vorgeworfen. Die Beute soll einen Wert von mehr als 700.000 Euro gehabt haben. Der in Kroatien geborene Angeklagte ließ am Dienstag über einen seiner vier Anwälte erklären, dass er nicht aussagen wolle.

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„Pink Panther“-Bande für Hunderte Raubzüge verantwortlich

Der schmale, dunkelhaarige Mann soll der „Pink Panther“-Bande angehören, der eine jahrelange Serie von Hunderten Raubzügen in aller Welt vorgeworfen wird. Bei einem der angeklagten Überfälle auf einen Juwelier in Köln-Nippes fesselten die Täter ein Opfer mit pinkfarbenen Stahlfesseln, wie der Staatsanwalt in der Anklage ausführte. Dem 34-Jährigen werden auch gefährliche Körperverletzung und die Verwendung eines Sturmgewehrs bei einem Überfall vorgeworfen.

Bei dem Überfall in Esslingen im Oktober 2016 wurde ein Wachmann laut Anklage gezwungen, sich in den Werttransporter zu setzen. Als er fragte „Was soll das?“ wurde ihm demnach mit einem Teleskopschlagstock auf den Kopf gehauen. Die Beute hatte einen Wert von fast 590.000 Euro.

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Der Angeklagte war mit internationalem Haftbefehl gesucht worden. Im September 2021 wurde er bei einer Passkontrolle auf dem Flughafen in Barcelona festgenommen. Die spanischen Behörden lieferten ihn zwei Monate später aus.

Nach Verlesung der Anklage beantragte die Verteidigung, die Hauptverhandlung wegen unvollständiger Akten auszusetzen. Etwa eine halbe Stunde nach Beginn des Prozesses wurde er zunächst unterbrochen. Insgesamt sind 16 Verhandlungstage bis Ende September angesetzt.

RND/dpa

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