Künstler verkauft Qanon-„Schamane“ als Actionfigur

Der Qanon-„Schamane“ im Kapitol in Washington.

Der Qanon-„Schamane“ im Kapitol in Washington.

Buenos Aires. Nach der Erstürmung des US-Kapitols durch aufgebrachte Anhänger des scheidenden Präsidenten Donald Trump ging das Bild eines Mannes um die Welt: Als Schamane verkleidet trug er zum freien Oberkörper auffälligen Kopfschmuck aus Fell und Hörnern, hielt einen Speer mit US-Flagge in der Hand und hatte ein bemaltes Gesicht. Ein Künstler aus Argentinien verkauft nun Actionfiguren nach dem Vorbild des bekennenden Anhängers der Qanon-Verschwörungstheorie.

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Der argentinische Künstler Ieie Milonga fertigt die Puppe aus Kunstharz an und bemalt sie per Hand. „Als ich die Bilder im Fernsehen gesehen habe, wusste ich: Du musst eine Puppe von dem Typen machen“, erzählt Milonga am Telefon. Der erste Prototyp war innerhalb von einer Stunde fertig. Die Puppe kostet 600 Pesos – umgerechnet knapp 6 Euro. Bislang hat Milonga, der auch Figuren der Fußballlegende Diego Maradona, des Musikers Luis Alberto Spinetta und von Präsident Alberto Fernández im Programm hat, rund 20 „Schamanen“-Puppen verkauft. „Ich habe auch Anfragen aus dem Ausland bekommen, vor allem aus den USA, aber der Versand ist kompliziert“, sagt der Künstler.

Der Qanon-„Schamane“ als Actionfigur.

Der Qanon-„Schamane“ als Actionfigur.

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Der echte Qanon-„Schamane“ sitzt hinter Gittern

Während der „Schamane“ nun in Argentinien eine zweite Karriere als Actionfigur startet, sitzt das Vorbild in den USA in Haft. Jacob Chansley werden illegales Eindringen in ein besonders gesichertes Gebäude sowie gewaltsames Eindringen und ungebührliches Verhalten auf dem Gelände des Kapitols zur Last gelegt. Der 33-Jährige gilt als eines der bekanntesten Gesichter der Qanon-Szene. Die Anhänger dieser Verschwörungstheorie glauben, dass finstere Eliten den Staat kontrollieren und in geheimen Zirkeln Kinder missbrauchen.

RND/dpa



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