Männer gestehen sexuelle Übergriffe via Twitter

Unter dem Hashtag #IHave melden sich Täter zu Wort.

Unter dem Hashtag #IHave melden sich Täter zu Wort.

New York. Der Skandal um Hollywood-Schwergewicht Harvey Weinstein zieht noch immer weite Kreise. Nach zahlreichen Berichten von sexuellen Übergriffen und Belästigungen, melden sich nun auch die Täter im Internet zu Wort. Der Hashtag #IHave (für „Ich habe es getan“) ist eine Antwort auf den Netz-Aufschrei #MeToo. Zuvor hatten Frauen unter dem Hashtag #MeToo von ihren Erfahrungen berichtet.

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Auf Twitter und Facebook tauchten unter dem neuen Stichwort Berichte von Männern auf, die Frauen sexuell belästigten. „Ich habe die Linie überschritten. Ich habe Vertrauen missbraucht“, schrieb ein Nutzer. „Ich werde nie den Moment vergessen, als ich einer vorbeigehenden Frau in einer Bar in den 90er Jahren an den Po grapschte“, schrieb ein anderer. Er habe sich sofort geschämt und würde sich heute entschuldigen, wenn er könnte.

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Auch Hashtags wie #Guilty (Schuldig), #ItWasMe (Ich war es), #IDidThat (Ich habe das getan) sowie #IWill (Ich werde) mit Blick auf besseres Verhalten in der Zukunft tauchten in der Online-Debatte auf. „Man fühlt sich in einem Geisterhaus gefangen, erschreckende Geständnisse ploppen aus jeder Tür heraus“, schrieb der „New Yorker“ zur Debatte.

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Der US-Architekt Thomas Wall beschrieb die Netzdebatte mit einem Tweet: „#MeToo ist das Symptom, #IHave ist das Heilmittel.“ Wall forderte Männer auf, ihr Fehlverhalten gegenüber Frauen öffentlich einzugestehen.

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Von dpa/RND

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