Urteil im Juli erwartet

U-Bahn-Fahrer gesteht Missbrauch an Kind: „Ich bereue zutiefst“

Der Angeklagte sitzt während der Verhandlung am Dienstag auf seinem Platz im Landgericht München.

Der Angeklagte sitzt während der Verhandlung am Dienstag auf seinem Platz im Landgericht München.

München. Ein Münchner U-Bahn-Fahrer hat vor Gericht gestanden, einen zwölfjährigen Jungen in seiner Bahn missbraucht zu haben. „Ich bereue meine Taten zutiefst“, sagte der 23-Jährige am Dienstag vor dem Landgericht München I.

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Die Staatsanwaltschaft wirft dem Angeklagten vor, sich mehrfach mit dem Kind in der U-Bahn verabredet, es geküsst und angefasst zu haben - unter anderem in der Fahrerkabine. Der Mann ist auch wegen Verbreitung von Kinderpornografie angeklagt und weil er weitere Kinder im Netz sexuell belästigt hat. So schickte er ihnen in Chats beispielsweise Nacktbilder von sich. Die Öffentlichkeit wurde für die Aussage der betroffenen Kinder vom Prozess ausgeschlossen.

Angeklagter nennt Schicksalsschläge als Grund

Er wolle die „Geschädigten um Entschuldigung bitten“, sagte der Mann, nachdem er die angeklagten Taten „vollumfänglich“ eingeräumt hatte. Er sei in Beziehungen zu anderen Menschen schon immer „oft über das Ziel hinausgeschossen“, habe keine richtige Balance finden können zwischen „Nähe und Distanz“. Als Grund dafür gab er „einige Schicksalsschläge“ in seinem Leben an wie den Verlust seines Vaters im Jahr 2019. „Ich hatte viel Verlustangst“, sagte er, und „Sorge vor dem Alleinsein“. „Mein Ziel war es keinesfalls, jemandem zu schaden.“

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Das Gericht hat vier Verhandlungstermine für den Prozess angesetzt. Das Urteil könnte am 8. Juli fallen.

RND/dpa

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