PwC-Mitarbeiter bekommen Oscar-Verbot

Nach dem Oscar-Patzer haben die PwC-Mitarbeiter Brian Cullinan und Martha Ruiz ein Show-Verbot bekommen.

Nach dem Oscar-Patzer haben die PwC-Mitarbeiter Brian Cullinan und Martha Ruiz ein Show-Verbot bekommen.

Los Angeles. Die Umschlags-Panne bei der Oscar-Gala hat für die verantwortlichen Mitarbeiter Folgen. Die beiden Angestellten der Prüfgesellschaft PricewaterhouseCoopers (PwC), die auf der Oscar-Bühne die Umschläge mit dem Gewinnernamen austeilten, seien dauerhaft von allen Aufgaben mit der Oscarverleihung ausgeschlossen worden, teilte die Präsidentin der Akademie, Cheryl Boone Isaacs, mit.

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Die langjährigen PwC-Mitarbeiter Brian Cullinan und Martha Ruiz waren am Sonntag Backstage für die Übergabe der Umschläge, in denen die Karten mit den Gewinnern stecken, verantwortlich. Die Hollywood-Legenden Warren Beatty (79) und Faye Dunaway (76) hatten den falschen Umschlag in den Händen und verkündeten zum Show-Ende daher zunächst auch den falschen Gewinner in der Königskategorie „Bester Film“. Das Team von „La La Land“ hielt schon Dankesreden auf der Bühne, als die Verwechslung bekannt wurde und schließlich „Moonlight“ den Preis erhielt.

Akademie-Präsidentin lobt Jordan Horowitz

Cullinan hatte dem Laudator Beatty versehentlich den Ersatzumschlag mit dem Namen der besten Hauptdarstellerin aus "La La Land", Emma Stone, in die Hand gedrückt. Wenige Minuten vor dem historischen Fauxpas hatte Cullinan noch ein Foto von Stone nach ihrem Oscar-Sieg getwittert. US-Medien spekulierten, dass der Prüfer dadurch möglicherweise abgelenkt war.

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Isaacs lobte die beiden Ansager, die Schauspieler Warren Beatty und Faye Dunaway, sowie Moderator Jimmy Kimmel für ihre Professionalität während der Situation. Der „La La Land“-Produzent Jordan Horowitz habe sich ebenfalls rühmlich verhalten, als er „in wenigen Minuten von einem Nominierten über einen Gewinner zu einem Präsentator wurde“. Horowitz hatte schließlich den tatsächlichen Gewinner „Moonlight“ in der Kategorie bester Film bekanntgegeben.

PricewaterhouseCoopers entschuldigte sich für die Panne und räumte ein, dass die Mitarbeiter auf der Bühne ihren Fehler nicht schnell genug korrigiert hätten. Die Firma ist seit mehr als 80 Jahren für die geheime Auszählung der Oscar-Gewinner verantwortlich. Am Ende kennen nur zwei Mitarbeiter vorab den Ausgang der Wahl. Die streng gehüteten Ergebnisse in 24 Kategorien werden in versiegelten Umschlägen in zwei separaten Koffern direkt zur Preis-Gala gebracht.

Von dpa/AP/RND

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