Qualen vor dem Tod? Autopsie nach Exekution verordnet

Kenneth Williams wurde in einem Gefängnis in Arkansas hingerichtet.

Kenneth Williams wurde in einem Gefängnis in Arkansas hingerichtet.

Washington. In Arkansas hat Bundesrichterin Kristine Baker die Autopsie der Leiche des am Donnerstag hingerichteten Kenneth Williams angeordnet. Laut der Zeitung „Arkansas Democrat-Gazette“ (Sonnabend) reagierte Baker auf Berichte von Hinrichtungszeugen und der Anwälte von Williams. Möglicherweise könnte Williams nach Verabreichung des ersten Mittels im dreiteiligen Giftcocktail, des Betäubungsmittels Midazolam, weiter bei Bewusstsein gewesen sein und Schmerzen erlitten haben.

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Medienzeuge Kelly Kissel von der Associated Press erklärte, Williams habe gehustet, er habe sich verkrampft und sein Körper habe gezuckt. Der Gouverneur von Arkansas, Asa Hutchinson, sagte dagegen, die Exekution sei problemlos verlaufen. Williams' Bewegungen seien „ungewollte Muskelreaktionen“ gewesen.

Das Midazolam drohte abzulaufen – schnelle Hinrichtungen verordnet

Auf Anweisung von Baker müssen die Justizvollzugsbehörden Blut- und Gewebeproben des Hingerichteten aufbewahren. Midazolam ist ein umstrittenes Mittel. Bei drei Exekutionen mit Midazolam im Jahr 2014 haben Hingerichtete anscheinend große Schmerzen erlitten. Eine Hinrichtung in Oklahoma 2014 musste nach Angaben des Todesstrafen-Informationszentrums abgebrochen werden. Der Häftling starb an einem Herzinfarkt.

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Der Republikaner Hutchinson hatte im Februar das Ziel gesetzt, vom 17. bis zum 27. April acht Menschen töten zu lassen. Diese Eile sei geboten, weil die Haltbarkeit von Midazolam Ende des Monats auslaufe und Arkansas keine Vorräte mehr habe.

Williams war der vierte und vorerst letzte hingerichtete Straftäter. Vier Exekutionen wurden aufgeschoben. Unter anderem ging es dabei um Fragen der Zuverlässigkeit der Mittel im Giftcocktail.

Von fw/RND/dpa

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