„Rock am Ring“-Veranstalter sorgt mit Wutrede für Empörung

„Rock am Ring“-Veranstalter Marek Lieberberg.

„Rock am Ring“-Veranstalter Marek Lieberberg.

Berlin. Aber klar doch: Auch Muslime müssen gegen Terroristen demonstrieren, die im Namen eines Gottes Mord und Totschlag produzieren, denen es Spaß macht, Angst und Schrecken zu verbreiten, die nichts anderes im Sinn haben, als zivile Gesellschaften in den Abgrund ihres eigenen kranken Denkens zu stürzen.

Weiterlesen nach der Anzeige
Weiterlesen nach der Anzeige

Marek Lieberberg, der Veranstalter von "Rock am Ring", von Konzerten "gegen rechts" und Kumpel von Xavier Naidoo hatte in den Stunden der Ungewissheit für seine Geschäftsidee am "Ring" nicht nur Sorge um seine Megaveranstaltung. Blitz und Donner im vergangenen Jahr und jetzt eine zeitweilige Terrorgefahr. Auch deshalb versteht man seine Wutrede. Man wolle nicht der "Prügelknabe" sein für die Internationale der Bombenleger. "Seine" Rockkonzert-Kunden dürften nicht die "Zeche bezahlen", fordert Lieberberg - im von der Polizei geschützten Raum am Ring. Alle müssten jetzt aufstehen, den Angstverbreitern entgegentreten. Gut gesprochen. Kurz gedacht.

Wem ist damit geholfen, die Verantwortung ganz speziell den Muslimen zuzuschieben? Am Ende wohl auch jenen, die sagen die Flüchtlingswelle bedroht die feine deutsche Gesellschaft. Missverständnisse sollten wir uns alle ersparen.

Die Gefahr für unsere Kultur des liberalen Feierns und des angstfreien Lebens besteht für uns alle: Atheisten, Christen, Juden, Muslime. Wer einen Sonderprotest der Muslime einfordert, der spaltet in Wahrheit und er geht den Terroristen auf den Leim, weil er das Argument aufnimmt, Bomben im Namen Allahs hätten eben doch einiges mit dem Koran zu tun. So einfach ist es nicht. Auch dann nicht, wenn Journalisten auf der nächtlichen Pressekonferenz mit Lieberberg applaudieren, statt zu protokollieren.

Weiterlesen nach der Anzeige
Weiterlesen nach der Anzeige

Am Freitagabend musste das Festivalgelände am Nürburgring wegen einer "terroristischen Gefährdungslage" unterbrochen werden – der Terrorverdacht bestätigte sich nicht. Am Sonnabend wurde das Festival fortgesetzt.

Von Dieter Wonka/RND

Mehr aus Panorama

 
 
 
 
 
Anzeige
Anzeige
Empfohlener redaktioneller Inhalt

An dieser Stelle finden Sie einen externen Inhalt von Outbrain UK Ltd, der den Artikel ergänzt. Sie können ihn sich mit einem Klick anzeigen lassen.

 

Ich bin damit einverstanden, dass mir externe Inhalte angezeigt werden. Damit können personenbezogene Daten an Drittplattformen übermittelt werden. Mehr dazu in unseren Datenschutzhinweisen.

Letzte Meldungen

 
 
 
 
 
 
 
 
 

Spiele entdecken