Rocker-Mord: Verdächtiger verhöhnt Ermittler – Kopf einbetoniert

Einsatzkräfte stehen bei einem großangelegten Einsatz vor einem Gebäude (Symbolbild).

Einsatzkräfte stehen bei einem großangelegten Einsatz vor einem Gebäude (Symbolbild).

Duisburg/Teheran. Der Hauptverdächtige im Fall eines ermordeten und zerstückelten Rockers hält sich nach Erkenntnissen der Ermittler im Iran auf und macht sich auf Instagram über die Fahnder lustig. Eine Polizeisprecherin bestätigte der Deutschen Presse-Agentur am Freitag auf Anfrage, dass man den 33-Jährigen im Iran vermute. Ramin Y. hat demnach auch die iranische Staatsbürgerschaft. Auch seine Social-Media-Kanäle verfolge man, so die Polizei. Es gibt einen internationalen Haftbefehl gegen den Mann.

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Am Freitag – einen Tag nach der Großrazzia in Nordrhein-Westfalen – lud Ramin Y. auf seinem Instagram-Account mehrere Bilder und Videos hoch, in denen er sich über seine Flucht und damit indirekt über die Ermittler lustig macht.

Ramin Y. schon lange im Visier der Ermittler

Diese werfen dem Mann neben dem Mord an „Hells Angels“-Rocker Kai M. (32) im Jahr 2014 zweifachen versuchten Mord vor. Er soll 2013 an dem Anschlag auf einen „Bandidos“-Rocker und dessen Freundin beteiligt gewesen sein. Wegen des Mordes an Kai M. war Ramin Y. schon lange im Visier der Ermittler. 2016 hatten sie ihn schon einmal mit einem Spezialeinsatzkommando (SEK) in seiner Wohnung festgenommen, dann aber wieder laufen gelassen.

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Fünf Personen, die am Donnerstag – neben zwei Verhafteten – vorläufig festgenommen wurden, sind nach Angaben der Polizei vom Freitag inzwischen wieder auf freiem Fuß. Man habe allen „Redeangebote“ gemacht, die die meisten aber sofort „dankend abgelehnt haben“, so eine Polizeisprecherin. Sie bestätigte, dass es im aktuellen Verfahren einen Kronzeugen gibt. Laut „Bild“-Zeitung hatte der Mann die Ermittler zum abgetrennten und einbetonierten Kopf des Mordopfers im Rhein-Herne-Kanal geführt.

Laut Polizei ist der Fund des Kopfes gut ein Jahr her. Man habe bei den Ermittlungen einen „langen Atem“ bewiesen, der sich gelohnt habe, so die Sprecherin. Nun müssen die Ermittler sehen, wie sie an Ramin Y. kommen. Mit dem Iran gibt es kein Auslieferungsabkommen.

RND/dpa

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